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Feuerquallen: Im Wasser lauert die brennende Gefahr

Faszination Qualle: Die einen stehen auf diese glibbrigen Hautsäcke, die anderen ekeln sich davor. Feuerquallen können allerdings gerade bei kleinen Kindern erhebliche allergische Reaktionen hervorrufen.

Quallen können besonders für kleine Kinder zur Gesundheitsgefahr werden: Der Hautkontakt mit nesselnden Arten führe mitunter zu erheblichen allergischen Reaktionen, sagte der Biologe Lothar Koch von der Schutzstation Wattenmeer in Westerland auf Sylt (Kreis Nordfriesland) in einem Gespräch mit der dpa. «Eltern sollten beachten, dass ihre Kinder den Tieren fernbleiben, nicht nur im Wasser, sondern auch am Strand.» Sogar als glibberige Masse im Spülsaum könnten Feuerquallen noch eine brennende Substanz absondern.

Sie tun dies mit Hilfe eines mikroskopisch klein eingerollten Pfeiles, der bei Berührung in der unvorstellbaren Geschwindigkeit von 0,004 Sekunden «abgeschossen» wird. «Ein faszinierender Feinmechanismus», findet Koch - insbesondere wenn man bedenkt, dass die Tiere eigentlich zu den einfach strukturierten Lebewesen gehören. Denn die Qualle, das Medusenstadium des Polypen, sei «eigentlich nur ein wenig-zelliger, mit Wasser gefüllter Hautsack».

Ihr Gift aber kann auf der menschlichen Haut starke Rötungen hervorrufen. Mit den brennenden Absonderungen halten Nesselquallen sich nach Angaben des Biologen Feinde vom Leib, können damit aber auch Beutetiere wie etwa Würmer betäuben oder töten.

Dem Menschen dagegen bereiten nur wenige aus der großen Vielzahl von Quallenarten in den heimischen Gewässern Schmerzen: Wirklich unangenehm sei nur die Begegnung mit der gelben Haarqualle und der blauen Nesselqualle; letztere käme zudem nur in der Nordsee vor.