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Kein "Jurassic Park" außerhalb der Kinosäle Fossilien liefern keine Dino-DNA


Aktuell erobert "Jurassic Park" in 3D wieder die Kinoleinwand. Doch das Szenario wird wohl Hollywood-Fiktion bleiben. Forscher gehen davon aus, dass Urzeit-Fossilien keine DNA enthalten.

In dem Spielfilm "Jurassic Park" rekonstruieren Wissenschaftler Dinosaurier mittels in Bernstein eingeschlossener Mücken, die Blut der Reptilien gesaugt hatten. Die Wiedererweckung der Urzeit-Monster wurde auf der Leinwand ein Hit. Zusammen haben die bisherigen drei "Jurassic Park"-Filme 1,4 Milliarden Euro eingespielt. Das Szenario ist und bleibt wahrscheinlich Fiktion. Eine britische Studie deutet stark darauf hin, dass in Insekten-Fossilien, die in Bernstein eingeschlossen sind, höchstwahrscheinlich keine DNA erhalten bleibt. Das berichten Forscher der Universität Manchester in der Zeitschrift "PLOS One".

Hintergrund für die Studie waren Behauptungen von Forschern, in den 1990er Jahren bei 130 Millionen Jahre alten Insekten-Fossilien den Erbgutträger extrahiert zu haben. Die Studie des Teams um den DNA-Experten Terry Brown zeigt nun, dass dieses Szenario äußerst unwahrscheinlich ist.

Bernstein konserviert keine DNA

Demnach wurden bei früheren Studien moderne DNA-Spuren, die die Fossilien verunreinigten, irrtümlich als ursprüngliche Erbsubstanz eingestuft. Die britischen Forscher untersuchten nun mit modernen Verfahren zwei Bienen, die vor gut 10 000 Jahren und vor weniger als 60 Jahren in Kopalharz, dem Vorläufer von Bernstein, eingeschlossen wurden. Bei beiden - vergleichsweise jungen - Exemplaren konnten sie keine erhaltene Erbsubstanz finden. Dies stärke Zweifel daran, DNA aus Millionen Jahre älteren Bernstein-Fossilien zu extrahieren.

"Intuitiv könnte man sich vorstellen, dass der vollständige und schnelle Einschluss in Harz und der folgende fast augenblickliche Tod den Erhalt der DNA in einem Insekt fördern könnten, aber dies scheint nicht der Fall zu sein", sagt der an der Studie beteiligte Bernstein-Experte David Penney. "Deshalb muss das Jurassic Park-Szenario leider im Reich der Fiktion bleiben."

Zum Leben wiedererweckte Dinosuarier bleiben also zumindest vorerst eine Utopie, die Hollywood aber weiterhin erfolgreich verwertet. Pünktlich zum zwanzigjährigen Jubiläum von "Jurassic Park" kam im September der erste Teil erneut in die Kinos, diesmal in 3D und spielte bisher weltweit etwa 85 Millionen Euro ein. Und die Erfolgsgeschichte soll weiter gehen. Universal Pictures hat angekündigt, die Fortsetzung der Dino-Reihe im Juni 2015 in die Kinos zu bringen.

ivi/DPA DPA

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