Klimawandel Schwellenländer akzeptieren 2-Grad-Ziel


Bei Klimaschutz-Verhandlungen in Rom erkannten die Schwellenländer Medieninformationen zufolge an, dass die globale Durchschnittstemperatur nicht um mehr als zwei Grad Celsius steigen dürfe. Und sie hätten akzeptiert, dass auch sie selbst den Treibhausgas-Ausstoß reduzieren müssen.

Bei den Verhandlungen zwischen Industrie- und Schwellenländern in Rom zur Bekämpfung des Klimawandels hat es offenkundig einen Durchbruch gegeben. Wie das ARD-Hörfunkstudio in Rom am Mittwochmorgen berichtete, haben auch Staaten wie Indien und China akzeptiert, dass die Temperatur weltweit nicht über zwei Grad im Bezug auf die Zeit vor der Industrialisierung ansteigen darf.

Dies bestätigte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) der ARD. Das sei ein großer Fortschritt, sagte er nach dem Abschluss des Treffens kurz vor dem G8-Gipfel. Die Schwellenländer hätten außerdem zum ersten Mal akzeptiert, wesentlich weniger Kohlendioxid zu emittieren. Widerstand dagegen gab es bis zuletzt unter anderem aus Russland oder Kanada.

Der Bundesumweltminister räumte allerdings ein, dass es trotz intensiver Bemühungen der Industrienationen nicht gelungen sei, konkrete Maßnahmen zur Treibhausgas-Reduktion festzuschreiben. Hier seien noch weitere Verhandlungen nötig. Unter anderem müssten bis zum Jahr 2050 die Emissionen weltweit gegenüber 1990 um die Hälfte reduziert werden.

Die Beratungen in Rom erfolgten zur Vorbereitung des "Major Economies Forum", das sich im Rahmen des G8-Gipfel trifft. Dort soll das Ergebnis der Verhandlungen offiziell verkündet werden. Teilnehmer sind die 16 größten Volkswirtschaften der Welt. Gemeinsam sind sie für 80 Prozent der klimaschädlichen Gase weltweit verantwortlich.

DPA/AFP DPA

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