RAUMFAHRT Mammutarbeit im All


Astronauten haben ein 13 Meter langes Aluminiumgerüst an der Raumstation ISS verschraubt. Dabei sind sie auf einige Schwierigkeiten gestoßen.

In Schwerstarbeit haben die beiden Astronauten Steven Smith und Rex Waldheim am Donnerstag ein 13 Meter langes Aluminiumgerüst an der Internationalen Raumstation (ISS) verschraubt. Der Außenbordeinsatz dauerte wegen etlicher Widrigkeiten mit acht Stunden eine Stunde länger als geplant, wurde aber schließlich erfolgreich abgeschlossen. Noch drei weitere Außenbordeinsätze sollen folgen, bis die Raumfähre »Atlantis« am Mittwoch wieder von der ISS zur Erde zurückfliegt.

16 Kilometer Kabel

Das Gerüst ist der erste Teil einer Konstruktion, die auf insgesamt 107 Meter Länge ausgebaut werden soll und beispielsweise Solarsegel, Radiatoren und Satellitenantennen für das Globale Positionierungs-System (GPS) enthalten soll. In dem Gestänge sind 16 Kilometer Kabel und knapp 200 Meter Flüssigkeitsleitungen verlegt. Auf einem Gleis in der Struktur soll einmal ein Waggon zum Einsatz kommen, mit dem Ladung von dem einen zum anderen Ende transportiert werden soll.

Roboterarm war »eingefroren«

Das erste große Bauteil musste zunächst von Astronautin Ellen Ochoa mit Hilfe eines Roboterarmes aus der Shuttle-Ladebucht gehievt werden. Das war schwieriger als erwartet, weil ein Gelenk des Armes überraschend »eingefroren« war. Dann hatten die ausgestiegenen Amerikaner Rex Walheim und und Steve Smith Probleme beim Öffnen einer Außenklappe mit Kabelverbindungen. Das warf sie etwas in der Zeitplanung zurück, ließ sich am Ende aber lösen.

Die Atlantis war am Mittwoch bei der Raumstation eingetroffen. Der nächste Arbeitsaufenthalt im All ist für Samstag geplant. Dann wollen die Astronauten auch einige kleinere Nebenarbeiten nachholen, die wegen der Zeitverzögerungen am Donnerstag nicht mehr erledigt werden konnten.


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