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Wenn die Schönheit der Partnerin verblasst: Vogel-Männchen pfeifen auf hässliche Weibchen

Es ist bei den Vögeln wie bei den Menschen: Verblasst die Schönheit der Partnerin, lässt das Interesse der männlichen Blaumeise nach. Sie treibt sich lieber alleine rum - und bereitet sich auf den Abflug vor.

Durchaus menschliches Verhalten legen einer Studie zufolge männliche Blaumeisen gegenüber ihren Partnerinnen an den Tag: Mit verblassender Schönheit der Weibchen verlieren die Männchen das Interesse, bleiben länger weg vom Nest und vernachlässigen ihre Jungen, fanden die Forscher des Konrad-Lorenz-Instituts für Vergleichende Verhaltensforschung in Wien heraus. "Das ist kein Witz, wahrscheinlich sammeln sie Kraft, vielleicht für die nächste Paarungszeit", sagt Ko-Autor Matteo Griggio.

Für ihre in der Fachzeitschrift "Frontiers in Zoology" veröffentlichte Untersuchung mattierten die Forscher den Weibchen das leuchtend blaue Kopfgefieder mit einem UV-blockierenden Öl. Unmittelbar danach beobachteten sie, dass sich die Männchen häufiger allein herumtrieben und seltener mit den Jungen befassten. Um sicherzugehen, dass die Männchen nicht durch den Geruch vertrieben wurden, schmierten die Forscher das Öl einer zweiten Testgruppe aufs Haupt, allerdings ohne UV-Schutz. Zugleich wurde sichergestellt, dass die Partner füreinander erkennbar blieben.

Die UV-Reflexion des Gefieders der Weibchen wirke sich unmittelbar auf das Verhalten ihrer männlichen Partner aus, hieß es. Bei der Studie handelt es sich um eine seltene Untersuchung männlicher Reaktionen auf weibliche Schönheit in der Tierwelt. Die Ergebnisse zeigen, dass weibliche Blaumeisen viel Zeit damit verbringen müssen, ihr Gefieder zu putzen, um für die Männchen attraktiv zu bleiben.

lea/AFP / AFP
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?