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Stiftung Warentest - LCD-Fernseher: Die schlauen Geräte sind auch die besten

Größe ist nicht alles, es kommt auch auf die inneren Werte an: Stiftung Warentest hat 20 LCD-Fernseher geprüft. Vor allem die Geräte mit Smart TV überzeugten - aber nur von einer Marke.

Mit Smart TV können Zuschauer fernsehen und zugleich das Gesehene im sozialen Netzwerk teilen

Mit Smart TV können Zuschauer fernsehen und zugleich das Gesehene im sozialen Netzwerk teilen

Wer sich pünktlich zu Weihnachten einen neuen Fernseher zulegen will, hat die Qual der Wahl: Zahlreiche Hersteller buhlen um die Gunst der Käufer und locken mit High-Tech. Die neueste Errungenschaft heißt Smart TV. Damit können die Nutzer wie auch bei modernen Handys im Internet surfen und Apps wie Facebook und Youtube nutzen.

Stiftung Warentest hat 20 Fernseher in drei Größenklassen genauer unter die Lupe genommen. Die Preise reichten von rund 400 bis 3300 Euro – und nicht immer haben die teuersten Geräte gewonnen. Getestet wurden die Bild- und Tonqualität, die Handhabung sowie die Umwelteigenschaften.

Philips schlägt die Konkurrenz

In allen drei Kategorien siegten Geräte von Philips. In der Kategorie "80 Zentimeter Bilddiagonale" stach der 32PFL9606K für 1000 Euro sogar die gut dreimal so teure Konkurrenz von Loewe aus. Der 32-Zoller von Philips überzeugte mit gutem Bild und Ton – was den übrigen Geräten von Metz, Sony, Samsung, Sharp und Grundig nicht gelang. Mit einem Stromverbrauch von 43 Watt im Betrieb war er gleichzeitig einer der umweltschonendsten. Schlusslicht der Gruppe wurde der 32LV4500 von LG: Zwar konnte sein Bild überzeugen, allerdings war der Ton, die Handhabung und die Ausstattung nur befriedigend.

Auch bei den mittelgroßen Fernsehern bis 107 Zentimeter Bilddiagonale konnte sich Philips mit dem 42-Zoller PFL7606K durchsetzen. Zwar war der Fernseher mit 885 Euro der teuerste, allerdings erreichte er mit einer Endnote von 2,1 eine wesentlich bessere Bewertung als die Konkurrenz.

Bei den größten Geräten reicht es sogar für Gold und Silber: Mit dem 47PFL7606K und dem 46PFL6606K belegt Philips die ersten beiden Plätze, gefolgt von Sony und Samsung. Die wichtigsten Kriterien waren die Bild- und Tonqualität sowie die Handhabung des Geräts. Doch auch die Vielseitigkeit der Geräte wurde genauer untersucht, unter anderem die Zusatzfunktion Smart TV.

Die Fernseher von Philips konnten im Test sowohl in der Bild- als auch der Tonqualität überzeugen

Die Fernseher von Philips konnten im Test sowohl in der Bild- als auch der Tonqualität überzeugen

Apps statt Sender

Smart TV macht den Fernseher zum zentralen Bildschirm im Haushalt. Per Knopfdruck auf der Fernbedienung schrumpft das Fernsehbild zu einem kleineren Fenster, die restliche Fläche ist gespickt mit Apps. So können Zuschauer fernsehen und zugleich das Gesehene im sozialen Netzwerk teilen. Die App der Berliner Philharmoniker zum Beispiel führt den Zuschauer live in die Konzerte des Orchesters. Auch gespeicherte Musik, Videos und Fotos lassen sich dort abspielen. Dafür muss das Smart-TV-Gerät zu Hause vernetzt werden. Damit die Smart-Funktionen Spaß machen, sollte der Internetanschluss mindestens 6 Megabit pro Sekunde liefern, für HD-Videos wenigstens 8 Megabit in der Sekunde.

Zwar bieten mittlerweile die meisten Fernseher einen Internetanschluss, doch nicht alle getesteten Geräte können den neuen Standard HbbTV empfangen ("Hybrid broadcast broadband TV"). Dahinter verbirgt sich eine hybride Übertragung ausgewählter Internetinhalte auf dem Fernseher. So bieten die Sender Nachrichten, weiterführende Programminformationen oder den Zugriff auf ihre Mediathek, wo Tatort-Fans sich beispielsweise den verpassten Krimi ansehen können. Lediglich die Geräte von Philips, Sony, Loewe sowie der 46-Zoller UE46D5700 von Samsung unterstützen den neuen Standard.

Philips-Geräte für Technikmuffel nur bedingt geeignet

Technikmuffel werden nach Fernsehern suchen, die schon bei den Standardeinstellungen ein gutes Bild zeigen. Davon gibt es diesmal nur drei Geräte im Test, keines war von Philips. Hier punkten vor allem die Sony-TVs: Der KDL-32CX520 bietet bereits in der Grundeinstellung ein gutes Bild und ist auch in der Handhabung für Technik-Laien verständlich. Allerdings haben die Geräte keine oder nur eine unzureichende 3D-Darstellung und mangelhaftem Ton.

Doch oft lässt sich das Bild bei den anderen Fernsehern mit wenigen Einstellungen verbessern. Für Actionfilme und Sportsendungen lohnt sich auch eine wirksame Bewegtbildoptimierung. Die liefern nur wenige Geräte, unter anderem Philips oder LG. Kleinere Fernseher haben häufig mit ruckelnden Bildern oder deutlich sichtbaren digitalen Artefakten zu kämpfen. Die großen Geräte bis zwei Meter Bilddiagonale sind hier häufig überlegen. Gesamtsieger ist aber der 32-Zoller PFL9606K von Philips mit einer "guten" Bewertung von 2,0.

Alle Informationen

über den Test finden sie auf test.de sowie in der Ausgabe 12/2011 der Zeitschrift "test".

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