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Massensterben im Wattenmeer Bereits 230 tote Seehunde an der Nordsee gefunden


Experten fürchten ein neues Massensterben von Seehunden an der Nordseeküste. 230 Tiere sind dieses Jahr bereits tot gefunden worden. Als Ursache werden Staupe- oder Influenzaviren vermutet.

Das Seehundsterben an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste geht weiter. Auf Sylt wurden am Wochenende insgesamt 16 tote oder schwerkranke Tiere entdeckt, wie der Sylter Seehundjäger Thomas Diedrichsen am Sonntagvormittag sagte. Bis Freitag waren nach Angaben des Nationalparkamts insgesamt 230 tote Tiere gezählt worden.

Experten der Tierärztlichen Hochschule Hannover untersuchen derzeit in Büsum, ob Staupe- oder Influenzaviren dabei eine Rolle spielen. Mit Ergebnissen wird für die kommende Woche gerechnet.

Influenzaviren waren für die dänische Ostseeinsel Anholt nachgewiesen worden, wo seit August rund 200 tote Seehunde entdeckt wurden. Insgesamt leben im Wattenmeer vor Schleswig-Holstein nach Angaben des Nationalparkamts rund 12.000 Seehunde.

mka/DPA DPA

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