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Stiftung Warentest - Digitalkameras: Klein, leicht, schnell

Immer-dabei-Kameras, die schnell genug für Schnappschüsse sind.

Vier von fünf verkauften Digitalkameras sind Kompaktkameras. Kaum größer als ein Handy und nur wenig schwerer, geben sie die ideale Immer-dabei-Kamera ab. Viele brauchten allerdings bislang noch recht lange, bevor der Autofokus das Motiv scharfgestellt hatte und der Apparat auslöste - ein echtes Manko für eine Immer-dabei-Kamera, wenn sie ausgerechnet beim Schnappschuss versagt. Mittlerweile sind aber auch viele Kompakte schnell genug.

Klein, leicht, schnell - die Stiftung Warentest hat die in den vergangenen Monaten getesteten Digitalkameras durchforstet und 24 Modelle gefunden, die in diese Kategorie passen. Darunter sind 17 neue Kameras und 7, die schon in test 10/2010 veröffentlicht wurden. Wer eine Kamera sucht, die locker in die Hosentasche passt und auch für Schnappschüsse geeignet ist, der findet einen Vergleich aller aktuellen, getesteten Modelle, die infrage kommen. Keine Kamera dieser Auswahl ist dicker als 2,5 Zentimeter, keine schwerer als 175 Gramm und keine braucht länger als 0,5 Sekunden, um zu fokussieren und auszulösen.

Minuspunkte beim Monitor

Sieben dieser Klein-leicht-schnell-Kameras bringen es auf ein gutes test-Qualitätsurteil. Die Panasonic Lumix DMC-FX66 führt das Feld an. Einzige gute, stoßfeste und wasserdichte Kamera ist die Panasonic Lumix DMC-FT10. Die beste Bildqualität bietet die sehr flache und schicke Sony Cyber-shot DSC-TX9 mit Touchscreen. Sie ist mit 385 Euro aber auch die teuerste Kamera im Testfeld. Die Auswahl bietet insgesamt 13 Kompaktkameras mit einer guten Bildqualität, 9 machen auch gute, hochauflösende Videoaufnahmen. Wer gern Videos dreht, fährt wiederum mit der Sony DSC-TX9 gut, die für die beste Videoqualität sorgt.

Als Schwachpunkt bei Kompaktkameras stellt sich oft der Monitor heraus. Allein die Canon Ixus 210 kann hier überzeugen, andere sind in diesem Punkt nur ausreichend. Da keine der Kameras mehr über einen Sucher verfügt, muss der Fotograf seine Motive immer über den Monitor anvisieren. Bei viel Licht, vor allem bei hellem Sonnenschein, ist auf einigen Monitoren kaum mehr etwas zu erkennen.

Immer vollautomatische Belichtung

Bei keiner der kleinen Schnappschusskameras im Test lassen sich Zeit oder Blende manuell einstellen. Die Fotos werden immer vollautomatisch belichtet. Alle haben aber Belichtungsprogramme, die für verschiedene Fotosituationen voreingestellt werden können, darunter zum Beispiel Porträts, Sportaufnahmen und spezielle Lichtverhältnisse.

Wer eine kleine, leichte Kamera will, muss auf einen großen Zoomfaktor verzichten - im Testfeld ist bei Faktor 4,5 Schluss. Meist liegt die normierte Telebrennweite zwischen 2 und 3, umgerechnet fürs Kleinbildformat 100 bis 150 Millimeter, ein echter Telebereich fehlt also.

Zusätzlich zu den Schnappschusskameras gibt es eine Auswahl neuer Kameras mit dickerem Gehäuse und mehr Gewicht, dafür aber für Teleaufnahmen geeignet oder manuell einstellbar. Testsieger hier ist die Canon PowerShot S95, eine der besten Kompaktkameras überhaupt.

Alle Informationen über den Test finden sie auf test.de sowie in der Ausgabe 03/2011 der Zeitschrift "test".

Stiftung Warentest