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Archäologische Überraschung: Skelett untersucht: Warum eine Frau aus dem Mittelalter Lapislazuli an den Zähnen hatte

Als zwei Wissenschaftlerinnen Zähne eines Skeletss untersuchten, das von einem mittelalterlichen Klosterfriedhof stammte, wollten sie eigentlich etwas über die Ernährung der Menschen erfahren. Doch sie stießen auf eine viel spannendere Entdeckung.

Lapislazuli als Stein und als fein gemahlenes Pigment

Lapislazuli als Stein und als fein gemahlenes Pigment

Picture Alliance

Als die Wissenschaftlerinnen Anita Radini und Christina Warinner einen mittelalterlichen Zahn unters Mikroskop legten, ging es ihnen eigentlich um etwas völlig anderes. Der Zahn stammte aus einer archäologischen Grabung in Dalheim, nahe Paderborn, bei der ein mittelalterlicher Klosterfriedhof untersucht worden war. Er gehörte zum Skelett einer Frau, die wohl irgendwann zwischen 997 und 1162 dort im Kloster gelebt und gearbeitet hatte. Radini schabte nun winzige Mengen Zahnstein ab, um darin nach Hinweisen auf die Ernährung der Menschen damals zu suchen. Stärkepartikel waren, was sie finden wollte. Doch sie stieß auf etwas Überraschendes.

Radini, Archäologin an der Universität von York, und Warinner, Mikrobiologin am Max-Planck-Institut, fanden Spuren von Lapislazuli im Zahnstein der Frau. Die meisten von uns kennen Lapislazuli als leuchtend blauen Schmuckstein an Ketten, Ringen oder Ohrschmuck. Schon damals handelte es sich um ein extrem wertvolles Produkt, das seinen Weg aus einer ganz bestimmten Region in Afghanistan bis nach Dalheim gefunden hatte. Fast 6000 Kilometer weit war es über die Seidenstraße nach Deutschland transportiert worden. Globalisierung ist also gar nichts so Modernes.

Diese Zähne einer Nonne aus dem Mittelalter enthielten Spuren von Lapis Lazuli

Diese Zähne einer Nonne aus dem Mittelalter enthielten Spuren von Lapis Lazuli

Hersteller

Der schöne Stein wurde im frühen Mittelalter aber nicht nur zu Schmuck verarbeitet, sondern – fein gemahlen – als Pigment verwendet. Unter anderem wurde es, dann unter dem Namen Ultramarin, für die beeindruckende Buchkunst der damaligen Zeit genutzt. Und genau das ist der Aspekt, der für Aufruhr sorgte, nachdem die Entdeckung der beiden Forscherinnen bekannt wurde. Denn eigentlich ging man davon aus, dass nahezu ausschließlich Männer – gebildete Mönche – in den Schreibstuben der Klöster die wertvollen Manuskripte anfertigten.

Einige Experten, die die Wissenschaftlerinnen kontaktierten, äußerten sofort Zweifel, dass diese Frau, bei der es sich vermutlich um eine Nonne gehandelt hatte, wirklich eine Schreiberin war, die beim Illustrieren der prächtigen Bücher mit der kostbaren Substanz arbeiten durfte. Schließlich wurde Ultramarin damals 1:1 mit Gold aufgewogen, ein einziges Gramm war ein kleines Vermögen wert. Und die leuchtend blaue Farbe wurde nur für wichtige religiöse Motive, wie etwa den Mantel der Jungfrau Maria, verwendet. Radini berichtet, dass ein Experte die Vermutung äußerte, die Frau sei wohl eher beim Putzen der Schreibstube in Kontakt mit dem blauen Pigment gekommen. Hat sie also eher gescheuert als geschrieben?

Auch andere Theorien wurden geprüft: Hatte die Nonne vielleicht häufig ein religiöses Buch geküsst, und dabei das Pigment aufgenommen? Dabei handelt es sich aber um eine Praxis, die erst 300 Jahre später in Mode kam. Oder hat sie Lapislazuli als Medizin eingenommen? In alten griechischen und islamischen Texten wird eine entsprechende Behandlung erwähnt. Allerdings stammen die Spuren, die in den Zähnen der Nonne gefunden wurden, explizit von fein zu Pigment zermahlenem Lapis, wie es eigentlich nur für die Malerei oder Buchproduktion verwendet wurde.

Auch für diese Illustration aus dem "Liber Scivias" (um 1220) von Hildegard von Bingen wurde Ultramarin verwendet

Auch für diese Illustration aus dem "Liber Scivias" (um 1220) von Hildegard von Bingen wurde Ultramarin verwendet

Die Wissenschaftlerinnen kamen zu einem klaren Ergebnis. Entweder hatte die Nonne im Kloster das Pigment hergestellt. Oder sie war tatsächlich Buchkünstlerin und hatte das Ultramarin an den Zähnen, da sie hierfür häufig ihren Pinsel in Form lecken musste. Letzteres untermauern weitere Quellen, die sich aus der damaligen Zeit finden: In einem Männerkloster, nur rund 60 Kilometer von Dalheim entfernt, fand sich etwa eine Abrechnung aus dem Jahr 1168, in der eine "Schwester N." mit der Produktion eines luxuriösen Manuskripts beauftragt wurde, das sie aus teuren Materialien wie Pergament, Leder und Seide herstellen sollte.

Auch, wenn die meisten mittelalterlichen Bücher, deren Schreiber sie mit ihren Namen signierten, aus Männerhänden stammen – ganz offensichtlich hatten also auch Frauen eine wichtige Rolle in der Herstellung der wertvollen Schriften. Sie haben es offenbar nur nicht jedem auf die Nase gebunden.

Quelle: "The Atlantic"

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(