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"Positiv und transparent": OSZE lobt Wahlverlauf in Georgien

Nach zehn Jahren beendet Giorgi Margwelaschwili die Ära des zuletzt umstrittenen Präsidenten Michail Saakaschwili. Laut internationalen Wahlbeobachtern geschah dies fair und ohne Zwischenfälle.

Die Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) haben die am Sonntag in Georgien abgehaltene Präsidentschaftswahl als "positiv und transparent" bezeichnet. Das georgische Volk habe damit den "historischen Machtwechsel vom vergangenen Jahr bestätigt", erklärte das ranghohe Mitglied der OSZE-Mission in Georgien, João Soares, am Montag. Er bezog sich damit auf die Parlamentswahl von 2012, als die Partei des bisherigen Präsidenten Michail Saakaschwili deutlich verlor und der Spitzenkandidat der Koalition Georgischer Traum, Bidsina Iwanischwili, Regierungschef wurde.

Aus der Präsidentschaftswahl am Sonntag ging der 44-jährige kurzzeitige Bildungsminister und enge Vertraute Iwanischwilis, Giorgi Margwelaschwili, mit rund 62 Prozent als klarer Sieger hervor. Wie die Wahlkommission nach Auszählung der Stimmen aus mehr als 97 Prozent der Wahllokale weiter bekanntgab, entfielen auf seinen stärksten Rivalen, David Bakradse von Saakaschwilis Vereinter Nationalbewegung, unter 22 Prozent der Stimmen. Saakaschwili durfte nach einem Jahrzehnt an der Macht nicht noch einmal kandidieren.

ono/AFP / AFP
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