Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton hat sich Medienberichten zufolge bereit erklärt, nun doch im Zuge der Aufarbeitung des Epstein-Skandals vor dem US-Kongress auszusagen. Clinton habe eingelenkt, um damit einem drohenden Verfahren wegen Missachtung des Kongresses zuvorzukommen, berichteten der Sender CNN und die "New York Times" übereinstimmend.
Clinton hatte sich bislang geweigert, im US-Kongress zur Untersuchung des Falls des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein auszusagen. Der demokratische Ex-Präsident und seine Frau Hillary warfen dem republikanischen Vorsitzenden des Aufsichtsausschusses im US-Repräsentantenhaus, James Comer, vor, ein politisch motiviertes Verfahren zu betreiben. Ob Comer nun Clintons Angebot annimmt und der Ex-Präsident so einem Verfahren entgehen kann, war zunächst unklar.
Jahrelang hatte der Multimillionär Epstein aus New York einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Über mehrere Jahre hinweg soll er Minderjährige etwa in New York und Florida auch selbst missbraucht haben. 2019 kam Epstein mit 66 Jahren im Gefängnis zu Tode, bevor es zu einer möglichen weiteren Verurteilung hätte kommen können.
Bill Clintons Name und Bilder von ihm tauchten in Dokumenten zu den Epstein-Ermittlungen auf. Eine Nennung per se bedeutet aber nichts.