Afghanistan Attentat reißt Dutzende in den Tod


Es ist einer der schwersten Anschläge seit dem Sturz der radikal-islamischen Taliban: In Kabul sind mindestens 27 Menschen durch ein Selbstmordattentat getötet worden. Die Wucht der Detonation war so stark, dass Augenzeugen zunächst an eine "Atombombe" glaubten.

Bei einem der blutigsten Selbstmordanschläge in der afghanischen Hauptstadt Kabul in diesem Jahr sind am Samstag nach offiziellen Angaben mindestens 27 Militärangehörige getötet worden. Mehr als 20 weitere Soldaten seien verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Nach Angaben des Innenministeriums gab es auch zivile Opfer.

Wie das Verteidigungsministerium weiter mitteilte, hatte sich ein Mann in Militäruniform einem Militärbus genähert und sich dann in die Luft gesprengt. Der Anschlag wurde in einem Marktbezirk vor einem Kino verübt. Die gewaltige Explosion war in weiten Teilen Kabuls zu spüren. Zu dem Anschlag bekannten sich die radikal-islamischen Taliban.

"An Atombombe geglaubt"

Das Fahrzeug mit mehr als 50 Insassen wurde von der Wucht der Detonation auseinandergerissen, und Leichenteile wurden in alle Richtungen verstreut. Ein Polizeioffizier erklärte, er habe die ersten zehn bis 15 Sekunden fast an die Explosion einer Atombombe geglaubt. "Überall war Feuer, Rauch und Staub", sagte Mohammed Asim.

Im Juni waren bei dem blutigsten Anschlag in Kabul seit dem Sturz der Taliban Ende 2001 nach Polizeiangaben 35 Menschen getötet worden. Der Bombenanschlag richtete sich gegen das Polizeihauptquartier in Kabul.

DPA/AP AP DPA

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