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Angriff auf "Solidaritätsflotte": Mindestens zwei Tote bei israelischer Militäraktion

Die türkische Regierung hat Medienberichte bestätigt, wonach bei einer israelischen Militäraktion gegen einen internationalen Schiffskonvoi mit Hilfsgütern für den Gazastreifen mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen sind. Mehr als 30 Menschen seien verletzt worden, erklärte das Außenministerium in Ankara am Montagmorgen.

Die türkische Regierung hat Medienberichte bestätigt, wonach bei einer israelischen Militäraktion gegen einen internationalen Schiffskonvoi mit Hilfsgütern für den Gazastreifen mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen sind. Mehr als 30 Menschen seien verletzt worden, erklärte das Außenministerium in Ankara am Montagmorgen.

Der arabische Fernsehsender Al Dschasira hatte zuvor telefonisch von Bord eines türkischen Schiffes berichtet, das den Hilfskonvoi anführte, israelische Marinesoldaten hätten das Schiff unter Feuer genommen und geentert. Der Kapitän sei dabei verletzt worden. Der türkische Sender NTV meldete ergänzend, mindestens zwei Menschen an Bord des Schiffes seien getötet worden.

Das türkische Außenministerium verurteilte die Militäraktion im Mittelmeer und forderte eine "dringende Erklärung" der israelischen Regierung. Israel habe internationales Recht verletzt und müsse mit Konsequenzen rechnen.

Aus Protest gegen den israelischen Angriff hat die türkische Regierung den israelischen Botschafter Gaby Levi einbestellt. Gleichzeitig seien am Montag die Sicherheitsvorkehrungen vor israelischen Vertretungen verstärkt worden, berichteten türkische Fernsehsender. Vor dem israelischen Generalkonsulat in Istanbul gab es am Morgen wütende Proteste.

Der aus sechs Schiffen bestehende Konvoi hatte am Sonntag vor Zypern die 400 Kilometer lange Reise zum Gazastreifen begonnen. Israel hat damit gedroht, die Schiffe aufzuhalten. Israelische Kriegsschiffe hatten am Sonntagabend ihre Stützpunkte verlassen, um die Hilfsflotte zu stoppen.

APN/DPA / DPA