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Die Nachrichten des Tages: Mehr als 80.000 Menschen feiern Eröffnung der EM-Fanmeile in Paris

EM-Fanmeile in Paris eröffnet +++ Berlusconi muss nach schwerem Herzanfall operiert werden +++ Ehemaliger Wallstreet-Banker gewinnt Präsidentenwahl in Peru +++ Diese und weitere Nachrichten des Tages zum Nachlesen.

EM 2016 Fans

Party in Paris: Die Fanmeile zur EM wurde mit einem Konzert vor 83.000 Besuchern eröffnet

+++ 23.27 Uhr: Ex-Wallstreet-Banker Kuczynski gewinnt Präsidentenwahl in Peru knapp +++

Der ehemalige Wallstreet-Banker Pedro Pablo Kuczynski hat die Präsidentenwahl in Peru nach Auszählung aller Stimmen knapp gewonnen. Nach Angaben der Wahlbehörde erhielt er 50,12 Prozent der Stimmen, seine Kontrahentin Keiko Fujimori 49,88 Prozent. Der offizielle Wahlsieger werde wegen des geringen Abstands jedoch erst verkündet, wenn 0,2 Prozent der Wahlzettel überprüft worden seien, die wegen Flecken und anderer Mängel angefochten worden seien.

+++ 22.07 Uhr: EM-Fanmeile am Eiffelturm eröffnet - umjubeltes Konzert von David Guetta +++

Schon einen Tag vor dem Eröffnungsspiel der Europameisterschaft haben der französische DJ David Guetta und rund 83.000 Zuschauer die Fanmeile in Paris eröffnet. "Es ist einfach unglaublich, hier zu sein und die Leute zu sehen", sagte Guetta auf der Bühne direkt vor der weltbekannten Kulisse des Eiffelturms. Er hoffe, Frankreich werde Europameister, rief er der jubelnden Menge zu. 

Zu der Show hatte der Fernsehsender TF1 Gratistickets an die Besucher vergeben. Unterstützt wurde der 48-Jährige Guetta, der mit seinem EM-Song "This One's For You" auch bei der Eröffnungszeremonie am Freitagabend im Stade de France dabei ist, unter anderen vom US-Rapper will.i.am von den Black Eyed Peas.

Bereits am Nachmittag waren Besucher auf das für bis zu 92.000 Menschen konzipierte Gelände auf dem Marsfeld gekommen. Wegen der extremen Sicherheitsvorkehrungen nach den Terroranschlägen des vergangenen Jahres in Frankreich bildeten sich lange Schlangen vor den Kontrollpunkten. Vor der Eröffnungspartie Frankreich gegen Rumänien waren vor allem junge Menschen mit französischen Fahnen auf dem Gelände zu sehen.

+++ 20.41 Uhr: Schüler nach Würgegriff auf Lehrer verurteilt +++

Weil er seinen Lehrer attackiert und versucht hat, mit einem Schnürsenkel zu würgen, muss ein 16-Jähriger einen sozialen Trainingskurs absolvieren. Das Landgericht Hannover verurteilte den Jugendlichen am Donnerstag zwar wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, sah aber zunächst von einer Jugendstrafe ab. Die Entscheidung hierüber sei für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt worden, weil es begründete Zweifel an dem Vorliegen schädlicher Neigungen gebe, teilte das Gericht am Abend mit. Der Angriff ereignete sich im Herbst 2014 während einer Klassenfahrt des Gymnasiums Bad Pyrmont. Das Motiv des Schülers war, dass der Lehrer ihm das Handy abgenommen hatte.

+++ 19.39 Uhr: Obama drängt Clinton-Rivalen Sanders zum Rückzug +++

US-Präsident Barack Obama hat sich in die Bemühungen um Geschlossenheit seiner Demokratischen Partei im Wahlkampf eingeschaltet. Am Donnerstag empfing er Senator Bernie Sanders, den innerparteilichen Rivalen von Ex-Außenministerin Hillary Clinton um die Präsidentschaftskandidatur im Weißen Haus. Dabei wollte er Sanders offenbar davon überzeugen, seine Niederlage einzugestehen und aus dem Rennen um die Kandidatur auszusteigen.

Am Vorabend hatte Obama in einen Fernsehinterview gesagt: "Für die Demokratische Partei war es eine gesunde Sache, einen wirklichen Wettbewerb bei den Vorwahlen zu haben." Nun hoffe er aber, dass die Partei in den nächsten Wochen "die Reihen schließen" könne.

+++ 18.35: Berlusconi muss nach schwerem Herzanfall operiert werden+++

Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi muss sich nach einer lebensbedrohlichen Herzattacke einer Herzoperation unterziehen. Mitte nächster Woche müsse die Aortenklappe ersetzt werden, teilte sein Arzt Alberto Zangrillo am Donnerstag vor Journalisten mit. Berlusconi hatte sich am Sonntagabend ins Krankenhaus begeben. Zunächst war nur von "leichten Herzbeschwerden" die Rede. Zangrillo sagte am Donnerstag aber, der 79-Jährige sei in Lebensgefahr gewesen. "Er war in Lebensgefahr und er wusste es."

Die Herzprobleme am Sonntag traten auf, als in Teilen Italiens die erste Runde der Kommunalwahlen stattfand. Berlusconis Partei Forza Italia schnitt bei dem Urnengang schwach ab - vor allem in der Hauptstadt Rom, wo sie nur auf 4,23 Prozent der Stimmen kam. 

+++ 18.17 Uhr: "Mann mit Hut" kann nach Frankreich ausgeliefert werden +++

Der als "Mann mit Hut" bekannte Terrorverdächtige Mohamed Abrini (31) kann nach Frankreich ausgeliefert werden. Das entschied ein Brüsseler Gericht am Donnerstag, wie die Staatsanwaltschaft berichtete. Abrini soll an den verheerenden Anschlägen auf dem Brüsseler Flughafen vom 22. März beteiligt gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht zu einem Auslieferungstermin.

Abrini gilt als ein Bindeglied zwischen den Anschlägen islamistischer Terroristen in Paris und Brüssel. Laut früherer Mitteilung der Ermittler soll er vor den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 mit dem Terrorverdächtigen Salah Abdeslam unterwegs gewesen sein. Der Verdächtige Mohamed Bakkali (29) kann ebenfalls ausgeliefert werden, entschied das Gericht.

+++ 18.13 Uhr: 18 Tote bei Busunglück in Brasilien +++

Bei einem Busunglück in Brasilien sind in der Nacht zum Donnerstag mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Schüler. 31 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Feuerwehr mit. Der Unfall ereignete sich 120 Kilometer von der brasilianischen Metropole Sao Paolo entfernt im gleichnamigen Bundesstaat.

Nach Angaben der Feuerwehr verlor der Busfahrer die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Bus sei gegen eine Felswand auf der gegenüberliegenden Fahrspur geprallt, habe sich überschlagen und sei anschließend in eine Schlucht gestürzt. 

15 Menschen waren sofort tot, drei weitere erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen. In Brasilien kommen jedes Jahr etwa 43.000 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben.

+++ 17.29 Uhr: Geländewagen nimmt Motorrad die Vorfahrt: Zwei Tote in NRW +++

Bei der Kollision eines Geländewagens mit einem Motorrad sind in Ratingen bei Düsseldorf zwei Menschen ums Leben gekommen. Der 55-jährige Fahrer des Wagens habe beim Linksabbiegen das entgegenkommende Motorrad übersehen, teilte die Polizei in Mettmann am Donnerstag mit. Für den 62-jährigen Motorradfahrer und seine 30-jährige Sozia kam jede Hilfe zu spät. Der Autofahrer erlitt einen Schock. Die Straße wurde für mehr als drei Stunden gesperrt.

+++ 17.09 Uhr: AfD will von Schäuble Entschuldigung für "Inzucht"-Kommentar +++

Mit seiner Warnung vor einer inzestuösen Abschottung Europas hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) den Zorn von AfD und Alfa auf sich gezogen. "Die These des Herrn Schäuble ist auf demselben tiefen Niveau wie die Äußerungen von Herrn Höcke zur Fortpflanzungsfreudigkeit von Afrikanern oder Herrn Gauland zur Nachbarschaft mit Jérôme Boateng", sagte die Alfa-Vorsitzende Ulrike Trebesius. AfD-Vize Alexander Gauland forderte: "Herr Schäuble sollte sich für diese beleidigende Äußerung umgehend entschuldigen.

Schäuble hatte die Europäer davor gewarnt, sich einzuigeln. "Die Abschottung ist doch das, was uns kaputt machen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe", sagte er der Wochenzeitung "Die Zeit". In Deutschland trügen Muslime zu Offenheit und Vielfalt bei. 

+++ 16.13 Uhr: 33-Jähriger nach tödlichen Schüssen auf Radfahrer erneut festgenommen +++

Vier Tage nach den tödlichen Schüssen auf einen Radfahrer in Hamburg hat die Polizei den Ex-Schwager des Opfers erneut festgenommen. Die Kriminalbeamten hätten neue Beweise für eine Tatbeteiligung des 33-Jährigen ermittelt, teilte die Polizei mit. Das Mobile Einsatzkommando habe den Beschuldigten am Donnerstag in der Nähe des S-Bahnhofs Allermöhe gefasst. Ein Haftbefehl lag bereits vor, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte. Der 33-Jährige war das erste Mal am Montagmorgen von den Spezialkräften festgenommen worden. Die Ermittler mussten ihn Stunden später aber freilassen, weil sich der dringende Tatverdacht zunächst nicht bestätigt hatte. Der 28 Jahre alte Radfahrer war am Sonntag beschossen worden. Er starb wenig später im Krankenhaus.

+++ 14.53 Uhr: Obduktion von Sascha Lewandowski beantragt +++

Nach dem Tod des früheren Fußball-Bundesligatrainers Sascha Lewandowski hat die Staatsanwaltschaft Bochum eine Obduktion der Leiche beim Amtsgericht der Stadt beantragt. Dies teilte Staatsanwalt Andreas Bachmann auf dpa-Anfrage mit. Sollte das Amtsgericht dem Antrag stattgegeben, würde der Tote Anfang kommender Woche obduziert werden. Der 44-Jährige Lewandowski wurde am Mittwochnachmittag in seiner Wohnung in Bochum aufgefunden. Die Umstände sind weiter unklar. Hinweise auf ein Fremdverschulden gab es zunächst nicht.

+++ 14.43 Uhr: Hilferuf per SMS erfolglos - Tourist in Vietnam tödlich verunglückt +++

Ein britischer Tourist ist in Vietnam verunglückt und gestorben, obwohl er noch einen Hilferuf per SMS an seine Freundin abschicken konnte. Die Suchmannschaften konnten den 22-Jährigen jedoch nicht mehr rechtzeitig aufspüren. Seine Leiche wurde jetzt in einer Schlucht am Fanispan, dem höchsten Gipfel des asiatischen Landes gefunden, wie ein Sprecher des Distrikts am Donnerstag mitteilte. Der Brite hatte seinen Notruf am Samstag abgesetzt. Er sei verletzt und benötige Hilfe, schrieb er seiner Freundin. Mehr als 200 Menschen beteiligten sich an der Suche.

+++ 14.17 Uhr: Israel geht nach tödlicher Tel Aviv-Attacke gegen Palästinenser vor +++

Nach einem tödlichen Anschlag zweier Palästinenser in Tel Aviv hat Israel harte Maßnahmen angedroht. "Ich werde die genauen Schritte, die wir planen, nicht weiter ausführen, aber ich habe keinesfalls vor, mich mit Worten zufriedenzugeben", sagte der neue ultrarechte Verteidigungsminister Avigdor Lieberman am Donnerstag bei einem Besuch am Ort des Anschlags im Sarona-Park. "Ein Dorf, aus dem Terroristen hervorgehen, wird dafür bezahlen", sagte sein Vize Eli Ben-Dahan. Es war der erste tödliche Anschlag in Israel seit seiner Ernennung zum Verteidigungsminister. Am Mittwochabend hatten in einem Café zwei palästinensische Attentäter vier Israelis erschossen - zwei Frauen und zwei Männer im Alter von 32 bis 58 Jahren.

+++ 13.25 Uhr: Bundesregierung arbeitet an Cyber-Sicherheitsstrategie +++

Die Bundesregierung will noch im Herbst eine "Cyber-Sicherheitsstrategie" vorlegen, um Unternehmen, Behörden und Bürger besser vor Angriffen aus dem Netz zu schützen. Das kündigte Innen-Staatssekretärin Emily Haber am Donnerstag bei einer Sicherheitstagung des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) und der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft (ASW) in Berlin an. 

Im Zentrum der Tagung standen die Themen Desinformation im Internet, Identitätsdiebstahl, Drohnen und das Ziel, einen umfassenden "Wirtschaftsschutz 4.0" zu erreichen. Der Vize-Präsident des BfV, Thomas Haldenwang, sagte: "Ohne internationale Vernetzung bleibt Informationssicherheit Stückwerk".

Bei der Diskussion ging es auch um politische Propaganda im Netz und mögliche Gegenmaßnahmen gegen Polarisierung und Radikalisierung. Dazu sagte Haldenwang, es gebe längst einen "Infokrieg im Internet". Der Verfassungsschutz beobachte seit geraumer Zeit Aktivitäten im Netz, die von Russland ausgingen, um die öffentliche Meinung in Deutschland gezielt zu beeinflussen.

+++ 12.07 Uhr: Zahlreiche Tote bei zwei Anschlägen im Irak +++

Bei zwei Terroranschlägen in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien mindestens 60 Menschen verletzt worden, teilten Polizei und Sicherheitskräfte am Donnerstag mit. Nach Angaben eines Polizeioffiziers starben in einem Vorort im Osten der Stadt mindestens 17 Menschen, als eine Autobombe explodierte. Mehr als 50 Menschen seien verletzt worden. Sicherheitskräften zufolge sprengte sich im Norden Bagdads zudem ein Selbstmordattentäter an einem Kontrollpunkt der Armee in die Luft.

+++ 11.31 Uhr: Al-Shabaab: 43 Soldaten der Afrikanischen Union in Somalia getötet +++

Die somalische Terrormiliz Al-Shabaab hat eigenen Angaben zufolge bei einem Angriff auf einen Stützpunkt 43 Soldaten der Afrikanischen Union (AU) getötet. Am frühen Donnerstagmorgen habe ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug den Eingang des Stützpunkts gerammt, sagte ein somalischer Militärangehöriger. Daraufhin hätten Dutzende mit Handfeuerwaffen und Granaten bewaffnete Kämpfer angegriffen. Der Stützpunkt in dem Ort Halgan in der Region Hiiran, nördlich von Mogadischu, unterliegt einem äthiopischen Kontingent der AU-Friedensmission in Somalia. Bewohner berichteten von einer riesigen Explosion, gefolgt von heftigen Feuergefechten. Die Kämpfe sollen rund eine Stunde angedauert haben, wie der örtliche Beamte Abdi Warsame sagte. "Wir wissen noch nicht, wie viele Soldaten getötet wurden."

+++ 10.58 Uhr: Mann in Hamburg im Auto erschossen - Fahndung nach Täter läuft

In Hamburg ist ein Mann in einem Auto erschossen worden. Ein Tatverdächtiger in einem anderem Wagen soll flüchtig sein, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Die Fahndung laufe. "Wir haben eine dynamische Lage", hieß es. Die Tat ereignete sich im Stadtteil Harburg. Die "Bild"-Zeitung berichtete, in Hamburg-Eißendorf unweit des Tatorts hätten Beamte ein Auto angehalten und zwei Männer festgenommen. Dazu konnte die Polizei zunächst nichts sagen. Der Tote lag am Vormittag noch unter einer weißen Decke auf der Straße, ein Arm mit Infusionsschlauch schaute heraus. Seine Füße berührten das Auto an der geöffneten Fahrertür, die Scheibe war zersplittert. Polizeibeamte untersuchten den abgesperrten Tatort gegenüber einer Kita mit Hunden und einem 3D-Scanner. Die Feuerwehr versorgte nach eigenen Angaben mehrere Zeugen. Auch Notfallseelsorger waren im Einsatz.

+++ 10.02 Uhr: Lammert kritisiert Erdogan scharf +++

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat die Verbalattacken des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen Bundestagsabgeordnete mit scharfen Worten kritisiert. Die "zum Teil hasserfüllten Drohungen und Schmähungen" besonders gegen türkischstämmige Abgeordnete als Reaktion auf die Armenien-Resolution des Bundestags seien auch durch Äußerungen hochrangiger türkischer Politiker gefördert worden, kritisierte Lammert am Donnerstag im Bundestag zu Beginn der Parlamentssitzung.

Türkischer Staatschef: Warum Erdogan wegen Hetze schon im Gefängnis saß

+++ 9.09 Uhr: Ex-Bundesliga-Coach Sascha Lewandowski tot in seiner Wohnung gefunden +++

Der ehemalige Bundesliga-Coach Sascha Lewandowski ist übereinstimmenden Medienberichten zufolge tot in seiner Wohnung gefunden worden. Nähere Informationen zu den Umständen gibt es bislang nicht. Lewandowski trainierte zwischen 2012 und 2013 Bayer 04 Leverkusen als Interimstrainer. Zuletzt war er bis zum Frühjahr beim Zweitligisten Union Berlin unter Vertrag. Den Berichten zufolge geht die Polizei nicht von einem Fremdverschulden aus. Lewandowski war im März als Union-Coach zurückgetreten, weil er laut Klubmitteilung an einer Burnout-Erkrankung litt.

+++ 8.42 Uhr: BKA hält Drohnenangriffe auf Fußballstadien für möglich +++

Deutsche Sicherheitsbehörden halten Drohnenangriffe auf Fußballstadien und andere Massenveranstaltungen für möglich: "Denkbare Szenarien, die mittels Drohnen ausgeführt werden können, reichen von Störungen von Veranstaltungen und allgemeinkriminellen Anwendungen über Ausspähungen bis hin zu möglichen terroristischen Anschlägen, zu denen auch Großveranstaltungen gehören können", sagte ein Sprecher des Bundeskriminalamtes (BKA) den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Donnerstag. Auch deutsche Stadionbetreiber fürchten dem Redaktionsnetzwerk zufolge die Gefahr von Drohnenangriffen. So führe der FC Bayern München schon Gespräche mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall über den Kauf von elektromagnetischen Abwehrgeräten zum Schutz der Arena.

+++ 08.11 Uhr: Libysches Militär meldet Vorrücken in IS-Hochburg Sirte +++

Truppen der neuen libyschen Einheitsregierung haben sich nach Angaben der neuen Führung in Tripolis in Teile der IS-Hochburg Sirte vorgekämpft. Mit der Regierung verbündete Milizen seien in eine Reihe von Vierteln in der Stadt eingedrungen, sagte ein Militärsprecher der Einheitsregierung der Deutschen Presse-Agentur. Sirte gilt als das Machtzentrum des libyschen Ablegers der Dschihadisten der Terromiliz Islamischer Staat. Die Nachrichtenseite Al-Wasat berichtet unter Berufung auf das Militär von heftigen Kämpfen. Krankenhäuser der Region berichteten dem Portal zufolge von sechs toten und 30 verwundeten Milizionären. Am Montag hatte Tripolis bereits verkündet, die Einheiten stünden nur wenige Kilometer vor der Küstenstadt.

+++ 08.01 Uhr: Israel setzt Einreisegenehmigungen für 83.000 Palästinenser aus +++

Nach dem Anschlag in Tel Aviv mit vier Toten hat Israel die Einreisegenehmigungen für zehntausende Palästinenser ausgesetzt, die wegen des Fastenmonats Ramadan erteilt worden waren. Die Erlaubnis für Familienbesuche für Palästinenser aus dem Westjordanland sei "eingefroren" worden, erklärte die dem Verteidigungsministerium unterstellte israelische Zivilverwaltung für die besetzten Gebiete (Cogat) am Donnerstag. Davon betroffen sind demnach 83.000 Palästinenser.

Tel Aviv

Der Tatort in Tel Aviv: Zwei Angreifer schossen am Mittwochabend im gut besuchten Ausgehviertel Sarona um sich.


+++ 07.33 Uhr: Zu unrecht verurteilt - Kanadier erhält Millionenentschädigung +++

Ein kanadisches Gericht hat einem 69-Jährigen umgerechnet 5,5 Millionen Euro Entschädigung zugesprochen, weil er 27 Jahre unschuldig im Gefängnis saß. Der Prozess im Jahr 1983 wegen angeblicher Sexualvergehen habe das Recht des Angeklagten auf ein faires Verfahren klar verletzt, urteilte der Richter in der Provinz British Columbia am Mittwoch. Wären bei der damaligen Verhandlung alle Beweismittel mit der gebotenen Sorgfalt ausgewertet worden, "dann wäre er wahrscheinlich schon 1983 freigesprochen worden". Der Verurteilte Ivan Henry war erst 2010 nach jahrelangem Kampf für unschuldig erklärt und freigelassen worden.

+++ 07.02 Uhr: Palästinenser erschießen vier Menschen in Tel Aviv +++

Palästinensische Attentäter haben in Tel Aviv Restaurant- und Barbesucher unter Beschuss genommen und dabei vier Menschen getötet. Die beiden Angreifer schossen am Mittwochabend im gut besuchten Ausgehviertel Sarona um sich, wo viele Israelis den Sommerabend verbrachten. Einer der Angreifer wurde festgenommen, der andere mit schweren Schussverletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte Vergeltung an. Er sprach von "kaltblütigen terroristischen Morden" und rief sein Sicherheitskabinett zusammen. "Es wird intensive Einsätze von Polizei, Armee und anderen Sicherheitsdiensten geben", erklärte Netanjahu.

+++ 06.33 Uhr: UN warnt vor Gefahr von IS-Anschlägen +++

Die Vereinten Nationen haben vor der gestiegenen Gefahr von Anschlägen durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gewarnt. Angesichts militärischer Verluste in Syrien und im Irak in den vergangenen Monaten könnten die Extremisten möglicherweise Angriffe auf internationale Ziele in Augenschein nehmen, sagte UN-Untergeneralsekretär Jeffrey Feltman am Donnerstag (Ortszeit) dem Weltsicherheitsrat in New York. Er sprach von der Gefahr von komplexen Attacken, die in mehreren Wellen ausgeführt werden könnten. Angesichts der Verluste seien ausländische Kämpfer verstärkt in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Damit steige die Gefahr von IS-Anschlägen in diesen Ländern.

+++ 06.24 Uhr: Obama legt Sanders Verzicht auf Kandidatur gegen Clinton nahe +++

US-Präsident Barack Obama hat seine Partei zum Ende der Vorwahlsaison zur Geschlossenheit aufgerufen. Bei einem Auftritt im Fernsehender NBC legte Obama am Mittwochabend (Ortszeit) dem demokratischen Senator Bernie Sanders nahe, die Kandidatur gegen die wahrscheinliche Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton aufzugeben. "Für die Demokratische Partei war es eine gesunde Sache, einen wirklichen Wettbewerb bei den Vorwahlen zu haben", sagte Obama. "Jetzt hoffe ich aber, dass wir in den nächsten paar Wochen die Reihen schließen können." Obama zollte Sanders Respekt für den harten Kampf gegen Clinton. "Er hat eine enorme Energie und neue Ideen eingebracht", sagte der Präsident.

+++ 06.16 Uhr: Shell zieht sich aus kanadischer Arktis zurück +++

Der Energiekonzern Shell verzichtet auf Ölerkundungs-Lizenzen für die kanadische Arktis, um die Errichtung eines Meeresschutzgebiets zu erleichtern. Das Übernehmen übertrug die Erkundungsrechte für die polaren Gewässer am Mittwoch an die kanadische Umweltorganisation Nature Conservancy, die sie wiederum an die Regierung weitergab. In der Region leben Wale, Seehunde, Walrösser, Eisbären und viele Vögel. Kanadas Regierung verfolgt Pläne für die Errichtung eines 44.5000 Quadratkilometer großen Schutzgebiets in der polaren Meeresregion Lancaster Sound vor der Nordküste. Durch den Beitrag von Shell könnte das Gebiet um weitere 8600 Quadratkilometer wachsen.

+++ 06.14 Uhr: Japan protestiert gegen Kriegsschiff aus China bei strittigen Inseln +++

Japan hat scharf gegen den Einsatz eines chinesischen Kriegsschiffes in der Nähe umstrittener Inseln im Ostchinesischen Meer protestiert. Das Außenministerium bestellte den chinesischen Botschafter in Tokio am Donnerstag ein, um einen formellen Protest zu übergeben, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Es sei das erste Mal gewesen, dass ein chinesisches Kriegsschiff in den Gewässern nahe den japanisch Senkaku und chinesisch Diaoyu genannten Inseln gekreuzt sei. Bisher sei es nur Küstenwache gewesen, schrieb Kyodo. Die Machtansprüche Chinas im Ostchinesischen Meer sind ähnlich wie im Südchinesischen Meer umstritten.

amt / DPA / AFP