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US-Präsidentschaftskandidatin: 13 Dinge, die Sie über Hillary Clinton wissen müssen

Hillary Clinton war als junge Frau Republikanerin, weigerte sich lange, den Nachnamen ihre Mannes anzunehmen und könnte die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten werden. Eine Annäherung an die Kandidatin in 13 Schritten.

Von Niels Kruse

Hillary Clinton feiert in New York

Hier steh ich, ich kann nicht anders: Hillary Clinton lässt sich als Siegerin des US-Vorwahlkampfs in Brooklyn feiern

Hillary Clinton hat es schon einmal probiert, als Chefin ins Weiße Haus zu ziehen. 2008 war das, doch da kam ihr ein gewisser Barack Obama dazwischen. Jetzt, acht Jahre später, ist sie einen Schritt weiter: Nach den jüngsten Vorwahlen steht fest, dass sie genügend Stimmen zusammen hat, um beim Parteitag der Demokraten als offizielle Präsidentschaftskandidatin ins Rennen geschickt zu werden. Die Frau, Ex-First-Lady, Ex-Außenministerin, Ex-Senatorin ist mit 68 Jahren der Inbegriff des Washingtoner Politikbetriebs - was im Jahr 2016 nicht unbedingt ein Vorteil sein muss. 

Wer ist Hillary Clinton, die am 8. November 2016 zum mächtigsten Menschen der Welt gekürt werden könnte?

  • Sie ist die erste Frau, die für eine der beiden großen Parteien als Präsidentschaftskandidatin antritt.
  • Hillary Clinton zählt zu den unbeliebtesten Präsidentschaftskandidaten in der Geschichte der USA. (Die Umfragewerte von Donald Trump sind allerdings auch nicht besser) Grund: Clinton ist wie nur wenige andere das Gesicht des verkrusteten Polit-Establishments in Washington. 
  • Sollte sie die Wahl am 8. November gewinnen, wäre sie nicht nur die erste US-Präsidentin in der Geschichte, sondern auch die erste Kandidatin der Demokraten, der es gelänge, dass ihre Partei dreimal hintereinander das Staatsoberhaupt stellt. Zuletzt kamen zwischen 1913 und 1933 drei Präsidenten nacheinander aus derselben Partei – allesamt Republikaner. 


  • Nach ihrer Hochzeit mit Bill Clinton 1975 behielt sie zunächst ihren Geburtsnamen Rodham. Erst später nahm sie auch den Nachnamen ihres Mannes an. 
  • Als Außenministerin hat Clinton mehr als 100 Länder besucht - so viel wie kein US-Außenminister vor ihr. 
  • Als 13-Jährige erkundigte sie sich bei der Nasa, wie sie Astronautin werden könne. Die Antwort "Wir nehmen keine Mädchen" veranlasste sie dazu, sich für Frauenrechte einzusetzen. 
Hochzeit Hillary und Bill Clinton

11. Oktober 1975: Hillary und Bill heiraten. Sie weigerte sich lange, seinen Nachnamen anzunehmen.


  • Hillary Clinton hat Politik und Jura studiert und war während ihrer Uni-Zeit zunächst Mitglied der Republikaner. Als Schülerin half sie zuvor beim Wahlkampf des erzkonservativen Präsidentschaftskandidaten Barry Goldwater mit. 
  • Als Anwältin verdiente sie mehr als ihr Gatte Bill während seiner Zeit als Gouverneur des Bundesstaates Arkansas.
Hillary Clinton Bill und Tochter Chelsea

Ihre schwerste Zeit: Bill und Hillary Clinton 1998 zu Besuch in China. In dem Jahr war Präsident Bill kurz davor des Amtes enthoben zu werden. Tochter Chelsea (l.) arbeitet mittlerweile als Managerin eines Hedgefonds.


  • Hillary Clinton war 2005 auf die Hochzeit von Donald Trump eingeladen - und kam auch. Die beiden Kontrahenten pflegten jahrelang ein gutes Verhältnis miteinander. 
  • Angesprochen auf die Seitensprünge ihres Mannes, antwortete sie einmal: "Amerika wählt den Präsidenten und nicht den Papst." Fast schon als bedrohlich wurde ihr berühmt gewordenes Bonmot aufgefasst: "Wenn ihr Bill wählt, kriegt ihr mich dazu." 
Ausflug der Clintons und der Kennedys

Demokraten-Klüngel auf hoher See: Hillary und Bill machen 1993 einen Ausflug mit dem Kennedy-Clan. Unter anderem Edward Kennedy (M.l.) und Jacqueline Kennedy-Onassis (mit Kopftuch)

  • Als erste First Lady wurde Hillary Clinton in das Senatorenamt gewählt (für den Staat New York) 
  • Sie unterstützt die Todesstrafe und begrüßte den Einmarsch der USA in den Irak 2003.