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Angriffe auf Öl-Anlagen geplant: 113 mutmaßliche Extremisten in Saudi-Arabien festgenommen

In einer der größten Razzien der vergangenen Jahre haben Sicherheitskräfte in Saudi-Arabien 113 mutmaßliche Al-Kaida-Extremisten festgenommen, die unter anderem Anschläge auf Einrichtungen der Öl-Industrie geplant haben sollen.

In einer der größten Razzien der vergangenen Jahre haben Sicherheitskräfte in Saudi-Arabien 113 mutmaßliche Al-Kaida-Extremisten festgenommen, die unter anderem Anschläge auf Einrichtungen der Öl-Industrie geplant haben sollen. Insgesamt seien 58 Saudiaraber und 52 Jemeniten festgenommen worden, teilte das Innenministerium in Riad am Mittwoch mit. Die übrigen Verdächtigen stammten aus Bangladesch, Eritrea und Somalia.

Zwölf Mitglieder der in drei Zellen organisierten Extremisten sollten als Selbstmordattentäter eingesetzt werden, erklärte das Ministerium weiter. Bei den Verdächtigen seien Waffen, Munition und Sprengstoffgürtel gefunden worden. Sie hätten Verbindungen zu einer "abartigen Gruppe, die den Jemen als Basis für ihre kriminellen Aktionen ausgewählt hat". Mit der Beschreibung ist in Saudi-Arabien üblicherweise der Ableger des Extremistennetzes Al-Kaida im Nachbarland gemeint. In der Provinz Dschasan nahe der Grenze zum Jemen seien allein 101 Aufständische festgenommen worden.

Der Jemen war nach dem vereitelten Attentat auf ein Passagierflugzeug auf dem Weg nach Detroit zu Weihnachten ins Blickfeld geraten. Die vom Jemen aus operierende Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel hatte sich zu den Planungen für den Anschlag bekannt. Die USA und Saudi-Arabien fürchten, dass die Extremisten weitere Attentate planen.

Saudi-Arabien ist der größte Erdölexporteur der Welt. Al-Kaida-Extremisten hatten 2003 und 2004 eine Reihe von Bombenanschlägen in dem Königreich verübt, um die Regierung des mit den USA verbündeten Landes zu destabilisieren. Al-Kaida-Chef Osama bin Laden stammt aus Saudi-Arabien.

Reuters / Reuters