Ausland Festnahmen von 16 El-Kaida-Mitglieder


Bei Razzien im Nordosten Spaniens sind 16 mutmaßliche El-Kaida-Mitglieder festgenommen worden, die offenbar einen Chemie-Anschlag planten.

Bei Razzien im Nordosten Spaniens sind am Freitag 16 mutmaßliche El-Kaida-Mitglieder festgenommen worden. Die Polizei habe ein großes Terror-Netzwerk gesprengt, sagte Spaniens Ministerpräsident Jose Maria Aznar am Freitag. „Das Netzwerk hatte Verbindungen zu Terroristen, die kürzlich in Frankreich und Großbritannien festgenommen wurden, und sie haben Anschläge mit Sprengstoff und Chemikalien vorbereitet.„ Wie Ministerpräsident Jose Maria Aznar weiter sagte, stellte die Polizei große Mengen an Sprengstoff und Chemikalien sowie aufschlussreiches Schriftmaterial sicher. Daraus gehe hervor, dass die Betroffenen, bei denen es sich zumeist um Algerier handele, mehrere Anschläge geplant hätten.

Die Festnahmen fanden kurz vor Morgengrauen in zwölf Wohnungen im Raum Barcelona, Gerona und Castellon statt, wie Innenminister Angel Acebes mitteilte. Die Verhafteten hätten eindeutig Verbindungen zu Osama bin Laden und dessen Netzwerk El Kaida. Sie hätten auch mit Terrorverdächtigen in Kontakt gestanden, die kürzlich in Frankreich und Großbritannien gefasst worden seien. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.

Mohamed Atta mehrmals in Spanien

Mit den Festnahmen vom Freitag hat Spanien seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 insgesamt 35 Personen inhaftiert. Mohamed Atta, der mutmaßliche Pilot einer der beiden Maschinen, die damals ins New Yorker World Trade Center flogen, soll sich mehrfach zu Treffen mit anderen El-Kaida-Mitgliedern in Spanien aufgehalten haben.

Auch in Italien Terrorverdächtige festgenommen

Unterdessen wurden auch die Festnahmen von fünf terrorverdächtigen Marokkanern in der norditalienischen Stadt Rovigo gemeldet. Nach Medienberichten wurden bei ihnen detaillierte Stadtpläne von London sowie ein Kilogramm Sprengstoff gefunden. Auch Adressen von NATO-Einrichtungen in Italien seien aufgelistet gewesen. Die Verteidigerin der Marokkaner erklärte, der Sprengstoff sei in einem leer stehenden Haus entdeckt worden, dass ihre Mandanten besetzt hätten. Sie hätten jedoch nichts mit dem Fund zu tun.

Die britische Regierung begrüßte die Festnahmen, äußerte sich jedoch nicht zu Vermutungen, dass die Verdächtigen offenbar Anschläge in London geplant hätten. Aus dem Innenministerium verlautete, man arbeite eng mit den italienischen Behörden zusammen


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