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Ausland: Plan für neuen Anschlag in New York

Das Terrornetzwerk El Kaida hat Anfang des Jahres aktiv an Plänen gearbeitet, eine Brücke in New York zu zerstören, gestand Iyman Faris, ein in Kaschmir geborener Einwanderer mit US-Pass.

Das Terrornetzwerk El Kaida hat Anfang des Jahres aktiv an Plänen gearbeitet, eine Brücke in New York zu zerstören. Das habe ein unter Terrorverdacht festgenommener Lastwagenfahrer aus dem US-Bundesstaat Ohio zugegeben, sagte Justizminister John Ashcroft am Donnerstag in Washington. Iyman Faris, ein in Kaschmir geborener Einwanderer mit US-Pass, sei wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung angeklagt worden und habe sich schuldig bekannt.

Nach Angaben von Ashcroft gab der Lastwagenfahrer aus Ohio zu, die Brücke in New York ausgekundschaftet zu haben. Um welche es sich handelte, sagte Ashcroft nicht. Der 34-jährige habe den Auftrag gehabt, sich um Schweißbrenner zu kümmern, mit denen die Haltekabel der Brücke durchgebrannt werden können. Mit dem Code "Das Wetter ist zu heiß", signalisierte Faris in einer E-Mail an El-Kaida- Verbindungsleute im März, dass das Projekt zu schwierig ist.

Nach Angaben von Ashcroft war Faris ebenfalls beauftragt zu prüfen, wie Züge zum Entgleisen gebracht werden können. Er trug im Auftrag von Osama bin Laden, den er im Jahr 2000 in einem Ausbildungslager in Afghanistan kennenlernte, ebenfalls Informationen über Leichtflugzeuge zusammen. US-Behörden warnen seit den Anschlägen vom 11. September 2001, dass mit solchen Flugzeugen tödliche Biokampfstoffe oder Chemikalien versprüht werden könnten.

"Faris hat heimlich ein Doppelleben geführt", sagte Ashcroft. "Er ist dem Jihad (heiligen Krieg) gegen die USA beigetreten." Faris kam nach Angaben des Justizministers 1994 in die USA und erhielt die Staatsbürgerschaft fünf Jahre später.