HOME

stern-Logo Michelle Obama

Autobiografie "Becoming - Meine Geschichte": Michelle Obama erwähnt Melania Trump nur ein einziges Mal

Michelle Obama berichtet in ihrer Autobiografie "Becoming" über ihre Rolle als First Lady der USA. Den Namen ihrer Nachfolgerin nennt sie nur an einer Stelle. Der stern hat Obama zum Exklusiv-Interview getroffen.

stern-Journalistin Cornelia Fuchs: Michelle Obama: Wie die ehemalige First Lady die Welt beeinflusst

Das Leben als First Lady an der Seite des mächtigsten Mannes der Welt birgt viele kuriose Anekdoten, von ständig anwesenden Bodyguards bis zu der Tatsache, dass das Haus, in das die Obamas damals zogen, ein Denkmal ist, in dem bereits 43 Präsidenten zuvor gewohnt haben.

Michelle Obama beschreibt in ihrer Autobiografie "Becoming: Meine Geschichte" die Gefühle und Erlebnisse als erste schwarze First Lady der USA. Und interessant ist dabei nicht nur, was sie über ihre Vorgängerinnen berichtet, sondern vor allem, wie wenig sie über ihre Nachfolgerin Melania Trump schreibt. Nur ein einziges Mal erwähnt sie im ganzen Buch den Namen der Ehefrau von Donald Trump: Als sie mit Barack das Weiße Haus verlässt am 20. Januar 2017, "um Donald und Melania Trump zu ihrer Amtseinführung zu begleiten."

Michelle Obama erwähnt Melania Trump nur ein Mal

Danach kommt Melania nicht mehr vor. Kein einziges direktes Wort zu der Frau, die heute im Weißen Haus wohnt. Stattdessen schreibt Michelle Obama über ihre Vorgängerin First Lady Laura Bush und wie diese sie kurz vor der Ämterübergabe im Januar 2008 durch das Weiße Haus führte: "Bei Laura Bushs erstem Besuch im Weißen Haus vor acht Jahren hatte ihr Hillary Clinton, wie sie erzählte, ebenfalls den Blick aus dem Fenster des Ankleidezimmers gezeigt. Und wiederum acht Jahre davor hatte ihre Schwiegermutter, Barbara Bush, bei Hillary das Gleiche gemacht. Ich schaute aus dem Fenster und dachte, dass nun ich diese bescheidene Tradition fortführen würde."

Im neuen Buch von der ehemaligen First Lady der USA geht es nicht nur um Donald Trump

Und dann folgt: nichts. Keine Anekdote vom Zusammentreffen mit Melania, kein Wort über gemeinsame Stunden im Weißen Haus. Womit wir davon ausgehen können, dass Michelle Obama diese Tradition eben nicht fortgeführt hat.

Stattdessen schreibt Michelle Obama über ihre Gedanken zum inoffiziellen Amt der First Lady: "Ich wusste schon, welches Klischee ich zu verkörpern hatte: die perfekt frisierte, dauerlächelnde Püppchen-Ehefrau, die freudestrahlend an den Lippen ihres Mannes hängt. Das war ich nicht, und das würde ich nie sein. Unterstützen konnte ich ihn, aber ein Roboter wollte ich nicht sein."

Melania Trump erwähnt sie, wie gesagt, mit keinem Wort. Braucht sie aber auch nicht.

Lesen Sie im neuen stern, der am Donnerstag erscheint, oder bereits ab Mittwoch, 18 Uhr im stern emagazine das Interview mit Michelle Obama über Ängste und Hoffnungen im Weißen Haus, ihre Zukunftspläne, das besondere Verhältnis zu ihrer Mutter – und die Freundschaft mit Königin Elisabeth.


Cornelia Fuchs