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Bagdad: Al Kaidas Nummer zwei getötet

Abu Assam galt als Finanzier al Kaidas, religöser Berater des Top-Terroristen al Sarkawi und als Nummer zwei der Extremistenorganisation im Irak. Nun wurde er vom US-Militär erschossen.

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die Nummer zwei der moslemischen Extremisten-Organisation al Kaida im Irak, Abu Assam, erschossen. Assam habe sich in einem Wohnblock in der Hauptstadt Bagdad versteckt und sei bei einem gemeinsamen Einsatz von US- und irakischen Truppen getötet worden, sagte ein Sprecher der US-Armee am Dienstag.

Der Extremist soll dem Anführer der irakischen al Kaida, Abu Mussab al Sarkawi, als Finanzier und religiöser Berater gedient haben. Die Gruppe gilt als eine der gefährlichsten Rebellenorganisationen im Land und hat sich zu zahlreichen Attentaten bekannt. Nach Darstellung des US-Militärs zeigt die Operation, dass der Kampf gegen die al Kaida im Irak Fortschritte macht.

"Wir hatten einen Tipp von einem irakischen Bürger, der uns zu ihm führte", sagte der Sprecher weiter. Die Armee habe die Spur Assams bereits vor einiger Zeit aufgenommen. Einen Bericht der Zeitung "New York Times", wonach der US-Geheimdienst CIA an der Aktion beteiligt gewesen sein soll, bestätigte der Militärsprecher nicht. Er machte auch keine Angaben zur Nationalität Assams.

Der Getötete war auch als "Emir von Anbar" bekannt, der Provinz westlich von Bagdad. Sie ist einer der wichtigsten Stützpunkte für al Kaida. Für Hinweise, die zum Tod oder Ergreifung Assams führen, war eine Belohnung von 50.000 Dollar ausgesetzt.

Al Sarkawi wird im Euphrat-Tal vermutet, das sich nordwestlich von Bagdad bis zur syrischen Grenze erstreckt. Die US-Sicherheitskräfte starteten dort bereits mehrmals Offensiven, um den Rebellen-Anführer zu finden. In den vergangenen Monaten nahmen sie nach eigenen Angaben mehrere wichtige Helfer al Sarkawis fest. Die USA haben auf al Sarkawi ein Kopfgeld in Höhe von 25 Millionen Dollar ausgesetzt.

Reuters / Reuters
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