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Atomverhandlungen: Barak Obama schickt US-Botschafter nach Nordkorea

US-Präsident Barack Obama schickt einen Sondergesandten nach Pjöngjang. Der Botschafter Stephen Bosworth werde am 8. Dezember mit der nordkoreanischen Führung Gespräche aufnehmen, sagte Obama am Donnerstag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul, der vierten und letzten Station seiner Asien-Reise.

Zur Überwindung des Verhandlungsstillstands um das nordkoreanische Atomprogramm schickt US-Präsident Barack Obama einen Sondergesandten nach Pjöngjang. Der Botschafter Stephen Bosworth werde am 8. Dezember mit der nordkoreanischen Führung Gespräche aufnehmen, sagte Obama am Donnerstag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul, der vierten und letzten Station seiner Asien-Reise. Die Tür für eine "friedliche Lösung" des Streits mit der Führung in Pjöngjang stehe offen, sagte Obama an der Seite des südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak. Die Verhandlungen könnten zu einer Integration Nordkoreas in die internationale Staatengemeinschaft beitragen.

Nordkorea hatte sich im April aus den Sechs-Parteien-Gesprächen über sein Atomprogramm zurückgezogen. Daran beteiligten sich seit 2003 außer den beiden koreanischen Staaten und den USA auch China, Russland und Japan. Im Oktober jedoch erklärte sich die nordkoreanische Regierung bereit, die Sechs-Parteien-Gespräche wieder aufzunehmen, wenn zuvor ein Dialog mit den USA eingeleitet worden sei.

Jahrelang hatte Nordkorea bestritten, neben Plutonium heimlich auch Uran zur Herstellung von Atomwaffen anzureichern. Im Mai unternahm Nordkorea seinen zweiten Atomwaffentest. Nachdem der UN-Sicherheitsrat im Juni dann schärfere Sanktionen beschloss, änderte das Regime in Pjöngjang seine Strategie. Nun drohte die nordkoreanische Regierung offen damit, die Urananreicherung voranzutreiben und Plutonium aus abgebrannten Kernbrennstäben zu gewinnen.

AFP / AFP