Belege für Chemiewaffen-Einsatz Syrien hat Obamas "rote Linie" überschritten


US-Präsident Obama hat eine "rote Linie" gezogen: Beim Einsatz von Chemiewaffen müsse das syrische Regime mit Konsequenzen rechnen. Nun sind die Belege wohl da. Wie sehen nun die Konsequenzen aus?

Die US-Regierung hat nach einem Medienbericht keinen Zweifel mehr am Einsatz chemischer Waffen in Syrien. Das meldet die "New York Times" unter Berufung auf amerikanische und europäische Geheimdienste. In einer ersten Stellungnahme sagte der stellvertretende Sicherheitsberater des Weißen Hauses, Ben Rhodes, die USA wollten die Rebllen nun "militärisch" unterstützen. Dies sei der Plan von Präsident Barack Obama.

Obama hatte den Einsatz von Chemie-Waffen durch die Regierungstruppen von Baschar al-Assad stets als das Überschreiten einer "roten Linie" bezeichnet. Schon im April hatte Obama festgestellt, es sei im syrischen Bürgerkrieg das Nervengas Sarin eingesetzt worden. Zu diesem Zeitpunkt war aber unklar, wer den chemischen Kampfstoff gegen wen eingesetzt habe.

Nach Erkenntnissen der "New York Times" kursiert nun ein internes Regierungsmemorandum, das besagen soll, dass es das Assad-Regime war, das im vergangenen Jahr "in geringem Ausmaß", aber mehrfach Sarin gegen die Rebellen eingesetzt hat. Bis zu 100 bis 150 Menschen sollen dadurch ums Leben gekommen sein, erklärte das Weiße Haus.

Als Reaktion wollen die USA den Angaben zufolge ihre Unterstützung der Rebellen mit "nicht-tödlichen" Hilfsmitteln ausweiten. Eine Entscheidung über die Bewaffnung der Oppositionsbewegung ist aber offenbar nicht gefallen. Unklar ist zur Stunde noch, wie weitreichend die Folgen des Überschreitens der "roten Linie" sein werden, und wie weit die "militärische Unterstützung" gehen wird.

dho mit Agenturen

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