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Von Grenzstein genervt Belgischer Bauer verschiebt versehentlich die Grenze zu Frankreich

Von Grenzstein genervt: Belgischer Bauer verschiebt versehentlich die Grenze zu Frankreich
Sehen Sie im Video: Grenzposse an belgisch-französischer Grenze.


"Grenzzwischenfall" oder eher "Grenzposse" zwischen Belgien und Frankreich. Dort hatte auf belgischer Seite ein Landwirt eine Markierung verrückt, um besser auf seinem Feld arbeiten zu können. Und damit Belgien vergrößert und Frankreich verkleinert - um etwas mehr als zwei Meter. Die Tat hat offizielle Stellen beschäftigt, dem Landwirt könnte sogar Strafe drohen. Der belgische Bürgermeister David Lavaux: "Das Land wurde verkauft und der neue Besitzer hat den Grenzverlauf nach seinen Wünschen verändert. Aber das ist ja keine private Grenze, es ist eine Staatsgrenze, da kann man natürlich nicht einfach die Markierungen versetzten." Das sehen die Franzosen natürlich genauso - Die zwei Meter Staatsgebiet müssen zurückgegeben werden. Die zuständigen Stellen sind jedoch zuversichtlich, dass sich das diplomatische Problem ohne kriegerische oder sonstige Handlungen lösen lässt. Grenzposse an belgisch-französischer Grenze Ein blegischer Landwirt hatte einen Grenzsteinversetzt - und damit den Grenzverlauf zwsichen den beiden Staaten zu Gunsten Belgiens verändert.
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Ein Bauer in Belgien hat den Grenzstein zu Frankreich um etwas mehr als zwei Meter verschoben – offenbar, weil er immer mit seinem Traktor drum herumfahren musste. Die beteiligten Länder nehmen die Sache mit Humor.

Ein belgischer Bauer hat sein Land rund 1000 Quadratmeter größer gemacht, als es sein sollte – auf Kosten des benachbarten Frankreichs. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf örtliche Behörden. Demnach hat ein Landwirt im belgischen Erquelinnes einen Grenzstein auf seinem Feld um rund 2,30 Meter verstellt, herüber ins französische Territorium. Den Berichten zufolge soll der Bauer davon genervt gewesen sein, dass er mit seinem Traktor stets um den Stein herumfahren musste.

Aufgefallen ist der unbeabsichtigte Landraub demnach einem geschichtsbegeisterten Spaziergänger in der Region. Dieser sei im örtlichen Wald auf den Stein gestoßen, der zuvor mehr als 200 Jahre an einer anderen Stelle gestanden habe. 1819 waren die Grenzsteine nach Napoleons Niederlage dort aufgestellt worden.

Beteiligte Behörden in Belgien und Frankreich nehmen Sache mit Humor

Die beteiligten Behörden auf beiden Seiten der Grenze machten die Sache jedoch nicht größer als sie ist und nahmen das Ganze mit Humor. "Er hat Belgien größer gemacht und Frankreich kleiner", scherzte David Lavaux, der Bürgermeister des kleinen belgischen Grenzstädtchens, gegenüber örtlichen TV-Kanälen. "Mir gefiel das", sagte er. "Mein Dorf ist größer, aber die Bürgermeisterin von Bousignies-sur-Roc sieht das anders."

Sein Pendant auf französischer Seite, Aurélie Welonek, gab sich ebenfalls amüsiert. "Wir sollten einen neuen Grenzkrieg vermeiden können", scherzte sie vor Medien.

Bauer ärgert sich über den neuen Tiktok-Trend

Die Verantwortlichen in dem kleinen belgischen Dorf wollen nun mit dem Bauern das Gespräch suchen, damit er den Stein wieder zurück auf sein Grundstück setzt. Theoretisch könnten ihm auch rechtliche Konsequenzen für seine unbedachte Aktion drohen. Das allerdings, so hofft sein Bürgermeister, sollte sich vermeiden lassen: "Wenn er einen guten Willen zeigt, wird er keine Probleme haben. Dann werden wir dieses Thema einvernehmlich lösen."

Quellen:  BBC / CNN

fin

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