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Brexit-Gag auf Pornhub: "Dumb British blonde fucks 15 Million People at once"

Londons Ex-Bürgermeister Boris Johnson stand an der Spitze des Brexit-Lagers. Nach dem Referendum schlägt ihm der Hass der Bevölkerung entgegen - einige greifen zu amüsanten Mitteln, um dem Konservativen eins auszuwischen. 

Boris Johnson, Ex-Bürgermeister von London, war einer der Brexit-Befürworter

Boris Johnson, Ex-Bürgermeister von London, war einer der Brexit-Befürworter

Boris Johnson hat sich binnen weniger Tage zum Buhmann Großbritanniens entwickelt. Londons Ex-Bürgermeister hatte an vorderster Front für den Brexit gekämpft - und seit klar ist, dass die Mehrheit des Landes gegen den Verbleib in der EU gestimmt hat, schlägt ihm der blanke Zorn der Bevölkerung entgegen. Auf den Straßen Londons wurde der Konservative nach dem Referendum ausgebuht, angeblich brauchte er sogar Polizeischutz. Und auch im Netz ist er zur Zielscheibe des Hasses geworden.

Ein Johnson-Gegner war dabei besonders kreativ: Er lud die Siegesrede des 52-Jährigen auf Pornhub hoch. Mit den Worten: "Dumb British blonde fucks 15 Million People at once" (frei übersetzt: Doofe britische Blondine vögelt 15 Millionen Menschen auf einmal") Dabei ist der Titel bewusst zweideutig - das englische Wort "Fuck" heißt  auch "verarschen - funktioniert übersetzt ebenfalls wunderbar.

Kritiker werfen Johnson vor, sich aus reinem Opportunismus an die Spitze des Brexit-Lagers gestellt und aus persönlichen Motiven die Zukunft der Insel aufs Spiel gesetzt zu haben. Der frühere Journalist hatte einst als Korrespondent in Brüssel mit - teils erfundenen - Geschichten über den Regulierungswahn der EU-Bürokraten dazu beigetragen, Europa bei seinen Landsleuten in Verruf zu bringen. 


kis/AFP