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Ausbildungsmission: Eskalation im Nordirak: Bundeswehr unterbricht Peschmerga-Training

Mit 140 Soldaten bildet die Bundeswehr kurdische Peschmerga-Kämpfer im Nordirak aus. Nun rücken irakische Truppen auf die Militärbasis vor. Die Bundeswehr unterbricht ihre Mission.

Irak: Ein Soldat der Bundeswehr weist einen Angehörigen der Peschmerga ein

Irak: Ein Soldat der Bundeswehr weist einen Angehörigen der Peschmerga ein (Archivbild)

Angesichts der militärischen Eskalation im Nordirak hat die Bundeswehr ihre dort unterbrochen. Die Ausbildung sei aus Schutzgründen für die deutschen Soldaten aufgrund der unklaren Lage bereits am Freitagabend vorläufig ausgesetzt worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend.

Bundeswehr mit 140 Soldaten im Nordirak

Wie die irakische Armee zuvor mitteilte, nahmen irakische Truppen im Konflikt um das kurdische Unabhängigkeitsreferendum mehrere bisher von Kurden kontrollierte Gebiete ein. Sie rückten westlich der Großstadt Kirkuk auf eine Militärbasis vor und nahmen zudem das nahe gelegene Ölfeld Baba Gurgur ein.

Die Bundeswehr bildet seit 2014 kurdische Peschmerga-Kämpfer für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus. Die Bundesregierung hatte Ende September angekündigt zu prüfen, ob die derzeit knapp 140 deutschen Soldaten im Nordirak trotz des Unabhängigkeitsreferendums in der Kurdenregion auch im nächsten Jahr dort bleiben können.

tyr/DPA

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