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Kampf gegen alternde Gesellschaft China beendet Ein-Kind-Politik


Seit 1979 durften Paare in China nur ein einziges Kind bekommen. Nun wurde diese Regel aufgehoben, um die Auswirkungen einer älter werdenden Gesellschaft abzumildern. Ab jetzt dürfen Chinesen zwei Kinder bekommen.

China verabschiedet sich wegen der Alterung seiner Bevölkerung von der Ein-Kind-Politik. Künftig werde es Paaren erlaubt, zwei Kinder zu bekommen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag unter Berufung auf einen Beschluss der herrschenden Kommunistische Partei. Die Funktionäre hatten sich getroffen, um über Finanzreformen und die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Jahren zu beraten. Einzelheiten zur Abkehr von der Ein-Kind-Politik - etwa ab wann die Regelung gilt - wurden zunächst nicht bekannt.

Paare durften seit Ende der 1970er Jahre nur noch ein Kind bekommen, um die Bevölkerungsexplosion in der Volksrepublik unter Kontrolle zu bekommen. Bei Verstößen drohten Geldstrafen, Jobverlust und in manchen Fällen Zwangsabtreibungen oder -sterilisierungen. Die Vorschriften gelten aber längst als überholt. So nahm 2012 die Zahl der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter erstmals seit Jahrzehnten ab. Bereits im Jahr darauf lockerte die Führung in Peking die Ein-Kind-Politik. Allerdings verzichten viele Paare auf weiteren Nachwuchs, obwohl sie dazu berechtigt sind. Hintergrund sind offenbar die steigenden Lebenshaltungskosten.

An den Aktienmärkten spekulierten dennoch einige Investoren auf einen Babyboom. So legten die Anteilsscheine von Danone, einem der größten Hersteller von Kindernahrung, um drei Prozent zu.

ivi Reuters

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