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Steigende Infektionszahlen Grenzen wieder zu? Dänemark könnte Deutschland zum Risikogebiet erklären

Dänemark könnte Deutschland zum Risikogebiet erklären
Sollte Dänemark Deutschland zum Risikogebiet erklären, dürfen Deutsche nur noch mit einem "triftigen Grund" einreisen
© Carsten Rehder / Picture Alliance
Dänemark könnte Deutschland voraussichtlich zum Risikoland erklären. Deutsche dürften dann nur noch mit einem "triftigen Grund" einreisen. Urlaubsreisen gehören nicht dazu.

Sieben Monate ist es mittlerweile her, als die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen auf einer Pressekonferenz erklärte: Dänemark schließe seine Grenzen. Wie die Lokalzeitung "Nordschleswiger" nun berichtet, könnten die Skandinavier ihre Landesgrenzen nun erneut dicht machen.

Der Grund dafür sind die steigenden Corona-Infektionszahlen in Deutschland. Laut Serum Institut (SSI), dem Pendant zum Robert Koch-Institut, könnte bereits bald eine neue Regelung in Kraft treten, die möglicherweise den Grenzverkehr einschränkt. Die Entscheidung hängt davon ab, ob Dänemark Deutschland zum Risikogebiet erklärt.

Dänemark: Sonderregelung für Schleswig-Holstein

Die Rechnung der dänischen Behörden dafür ist simpel: Wenn in einem Land im Durchschnitt über zwei Wochen hinweg mehr als 30 Neuinfektionen pro Woche pro 100.000 Einwohner registriert worden sind, gilt es als Quarantäneland. Das trifft auf Deutschland zu. Der Inzidenzwert, also die Neuerkrankungsrate, lag am Dienstag bei 37,5. Demnach müsste Dänemark Deutschland zum Risikogebiet erklären. 

Sollte das passieren, dürften deutsche Staatsbürger nur noch mit "triftigem Grund" einreisen. Triftige Gründe sind unter anderem berufsbedingter Pendelverkehr, Geschäftsreisen oder ein Familienbesuch. Urlaubsreisen gehören nicht dazu. Für Schleswig-Holstein wird es wohl eine Sonderregelung geben, berichtet die Lokalzeitung. So lange die Inzidenz unter 30 liege, bleibe das Bundesland offen, heißt es.

Allerdings gibt es von dänischer Seite bislang kein offizielles Statement dazu. Der NDR berichtet aber, dass es eine Telefonkonferenz zwischen dem deutschen Botschafter in Kopenhagen und dem Auswärtigen Amt gegeben haben soll. Dabei soll es auch um die Frage einer möglichen Grenzschließung gegangen sein. Eine Entscheidung wird es voraussichtlich am Donnerstag geben. Dann bewerten die dänischen Behörden die Reiseempfehlungen und Einreisebestimmungen neu.

Quellen: "Nordschleswiger" / NDR

rpw

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