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Rede an Militärakademie Donald Trump besucht West Point und das Publikum muss vorher zwei Wochen in Quarantäne

Donald Trump in West Point
Donald Trump, salutierend in West Point
© Alex Brandon/AP / DPA
Donald Trump neigt dazu, die eigenen Corona-Maßnahmen zu unterlaufen. Zumindest öffentlich. Nun hat der US-Präsident eine Rede vor der Militärakademie in West Point gehalten – und die Absolventen mussten zuvor 14 Tage in Isolation. 

Mehr als 1100 Absolventen einer US-Militärakademie mussten sich als Corona-Vorsichtsmaßnahme vor einer Rede von Präsident Donald Trump zu ihrem Abschluss weitgehend isolieren. Die Kadetten der Militärakademie in West Point (New York) seien vor der Rede in vier Gruppen aufgeteilt worden, aus denen sie sich zwei Wochen lang nicht herausbewegen durften, berichteten unter anderem die "New York Times" und der TV-Sender CNN. Während Trumps Ansprache saßen die Absolventen mit Abstand zueinander vor der Bühne. Vor Beginn der Zeremonie trugen sie Schutzmasken.

Donald Trump dankt der Nationalgarde

Trump ging während der Abschlussfeier auf die Ereignisse nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd Ende Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis (Minnesota) ein. Er dankte der Nationalgarde, die "Frieden, Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit auf unseren Straßen" garantiert habe. Mehrere Bundesstaaten hatten angesichts der Proteste Unterstützung der Nationalgarde angefordert, die zur Reserve der US-Streitkräfte gehört.

Trump sagte zudem: "Was Amerika historisch einzigartig gemacht hat, ist die Beständigkeit seiner Institutionen gegen die Leidenschaften und Vorurteile des Augenblicks." In turbulenten Zeiten zähle am meisten, "was dauerhaft, zeitlos, beständig und ewig ist".

Die nach dem Tod von Floyd losgebrochenen Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt kommentiert Trump vor allem unter dem Aspekt der Sicherheit. Kritisiert wurde Trumps Regierung für das gewaltsame Auflösen einer Demonstration vor dem Weißen Haus Anfang Juni, damit der Präsident vor einer Kirche mit einer Bibel in der Hand für Kameras posieren konnte. Zudem gab es Differenzen zwischen Trump und Verteidigungsminister Mark Esper nach Trumps Drohung, das Militär bei den Protesten einzusetzen.

nik DPA

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