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US-Wahlkampf: Geheimniskrämer Donald Trump: Steuererklärung soll geheim bleiben

Alle US-Präsidentschaftskandidaten haben bislang veröffentlicht, was sie ans Finanzamt abführen. Donald Trump dagegen möchte das nicht und sagt, das gehe die Öffentlichkeit nichts an - sehr zur Freude von Rivalin Hillary Clinton.

Donald Trump Hillary Clinton

Donald Trump weigert sich, seine Finanzen offenzulegen, eine Weigerung, die wiederum Hillary Clinton freut

Es könnte ein gefundenes Fressen für Hillary Clinton werden: Ihr Rivale weigert sich seine Steuererklärung zu veröffentlichen - anders als es unter US-Präsidentschaftsbewerbern seit einigen Jahrzehnten üblich ist. Er glaube nicht, dass die Wähler ein Recht hätten sie einzusehen, sagte der wahrscheinliche Kandidat der US-Konservativen in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP. Außerdem, so Trump weiter, werde sie derzeit von den Finanzbehörden geprüft und wenn überhaupt, würde er sie erst nach dem Abschluss freigeben. "Nebenbei bemerkt: Es gibt nichts Interessantes darin zu sehen".


Dankbar griff das Thema auf einer Wahlkampfveranstaltung in New Jersey auf. Laut der "New York Times" wurde sie von einem Zwischenrufer gefragt, was denn eigentlich mit Trumps Steuerrückzahlungen sei. Daraufhin forderte sie ihr Publikum auf, ordentlich Druck auf den Unternehmer auszuüben. "Man muss sich fragen, warum er sie nicht veröffentlichen will", rief sie der Menge zu und kündigte an, Trumps Steuerangelegenheiten auch bei den Präsidentschaftswahlen anzusprechen: "Auch darum werden wir uns kümmern", so die Demokratin, die aller Vorausicht nach die Präsidentschaftskandidatin der Partei wird.

Donald Trump gleichauf mit Hillary Clinton

Ob die Debatte dem umstrittenen Republikaner schaden wird, ist noch nicht abzusehen. Überraschenderweise aber konnte er in den Umfragen gegenüber Clinton zuletzt deutlich aufholen: Laut einer Erhebung von Reuters/Ipsos kommt Trump mittlerweile auf 40 Prozent Zustimmung, Clinton auf 41 Prozent. Damit liegen die beiden Kontrahenten gleichauf. Noch in der vergangenen Woche hatte die Ex-First-Lady und Ex-Außenministerin mit 13 Prozentpunkten geführt.



nik