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Woodward-Buch: Zum Zustand der Trump-Ehe: "Sie empfinden Zuneigung füreinander"

Wie steht es um das Paar Donald und Melania Trump? Nicht gut, glaubt man Medienberichten. Starautor Bob Woodward hat da andere Informationen - wenngleich auch er nicht das Bild einer Musterehe zeichnet.

Donald Trump pöbelt öfters auf Twitter herum - seine Ehefrau Melania eher weniger

Donald Trump pöbelt öfters auf Twitter herum - seine Ehefrau Melania ehr weniger

AFP

Auch ein Starjournalist wie Bob Woodward, der einst den Watergate-Skandal aufdeckte oder öffentlich machte, dass China versucht hat, mit Spenden die US-Politik zu beeinflussen, kam für sein neues Buch nicht darum herum, einen Blick auf den Zustand des First Couples zu werfen – die Ehe der Trumps. Sein nüchterner Befund: Die beiden mögen sich. Mitarbeiter aus dem Weißen Haus, die regelmäßig mit den Trumps reisen, "bemerkten, dass er und Melania offenbar Zuneigung füreinander empfinden - entgegen anders lautender Medienberichten", schreibt Woodward. Aber: "Sie agieren unabhängig voneinander."

Mehr Zweckbündnis als große Liebe

Nun ist es also so gut wie offiziell: Das Paar Donald und Melania Trump existiert, auch wenn es vielleicht mehr ein Zweckbündnis ist als die große Liebesgeschichte. Damit werden die Teile der Berichterstattung über die Präsidentenehe widerlegt, die die beiden bereits als so gut wie geschieden beschrieben haben. Das US-Klatschmagazin "People" kommentiert die Erkenntnis mit dem Satz: "Obwohl Zeichen der gegenseitigen Zuneigung bei verheirateten Paaren eigentlich nicht ungewöhnlich sind, ist es in diesen Fall ein Detail, das überrascht."

Dass das Bild der beiden in der Öffentlichkeit so mies ist, hat nicht nur mit diesen kleinen Momenten zu tun, die Filmteams immer wieder einfangen, wie etwa bei seiner Amtseinführung, sondern auch mit Geschichten, wie sie neulich erst wieder in der "New York Times" erschienen sind. Die Zeitung schrieb von einem regelrechten Kleinkrieg, den sich beiden liefern würden. So soll er ihren frischeingerichteten Flügel im Weißen Haus in ihrer Abwesenheit wieder umdekoriert haben. Auch die mehr oder weniger bestätigten Affären, etwa mit Pornodarstellerin Stormy Daniels und dem Playmate Karen McDougal, sollen dazu beigetragen haben, dass Melania angeblich schon die Scheidung eingereicht hat.

Der Autor von "Fear – Trump im Weißen Haus" hat für sein Buch mit unzähligen Informanten gesprochen – Trump-Mitarbeiter, Angestellte der Regierungszentrale, frühere Vertraute – und üblicherweise haben sich alle Enthüllungen Woodwards im Nachhinein bestätigt. Und so dürfte auch die Skizze des "First Couples" der Wahrheit ziemlich nahe kommen. Und die sieht trotz einer offenbar vorhandenen gegenseitigen Sympathie nicht gerade nach inniger Zweisamkeit aus.“ Sie essen zusammen, sie verbringen Zeit miteinander, aber sie scheinen ihre beiden Leben nie wirklich miteinander verschmolzen zu haben", schreibt Woodward.

Melania Trump fokussiert sich auf Sohn Barron

Als First Lady, ein "Job", den sie angeblich stets gefürchtet hat ausüben zu müssen, ist Melania Trump bislang nicht allzusehr aufgefallen. Ein paar karitative Engagements, ihr Einsatz gegen Cybermobbing – das ist es im Wesentlichen. "Melanias Hauptaufmerksamkeit gilt ihrem Sohn Barron", so der Autor. Sie sei regelrecht besessen von ihm, zitiert Woodward eine anonyme Quelle. Darauf konzentriert sie sich zu einhundert Prozent."

nik