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Erster TV-Auftritt nach OP: Hugo Chavéz und Fidel Castro schwelgen in Erinnerungen

Nach tagelangen Spekulationen um seinen Gesundheitszustand nach einer Operation hat sich Venezuelas Präsident Hugo Chávez am Dienstag im Fernsehen gezeigt. In angeregter Unterhaltung mit Revolutionsführer Fidel Castro.

Der venezolanische Staatschef Hugo Chávez ist nach seiner Notoperation in Kuba vor fast drei Wochen am Dienstag erstmals im Fernsehen zu sehen gewesen. Die vom kubanischen und vom venezolanischen Fernsehen ausgestrahlten Videoaufnahmen zeigen Chávez, der abgenommen zu haben scheint, aber fit wirkte, bei einem Gespräch mit Kubas Revolutionsführer Fidel Castro. Auf ebenfalls verbreiteten Fotos war Chávez in einer Sportjacke in den Farben seines Landes stehend in einem Garten oder sitzend in einem Zimmer im Gespräch mit Castro zu sehen. Auf einem der Fotos lasen beide in der Dienstagsausgabe von "Granma", der Zeitung der Kommunistischen Partei Kubas.

In einer im Fernsehen verlesenen Erklärung hieß es, Chávez und Castro hätten sich bei ihrem "brüderlichen Treffen" am Dienstag an frühere Begegnungen erinnert. Der 56-jährige Chávez war nach offiziellen venezolanischen Angaben am 10. Juni in Havanna wegen eines Abszesses im Beckenbereich operiert worden. Das anschließende ungewöhnlich lange Schweigen des sonst für seine verbale Omnipräsenz bekannten Präsidenten gab Anlass zu Spekulationen über seinen Gesundheitszustand. Aus Chávez' Entourage hieß es jedoch, dass er zum 5. Juli, dem 200. Jahrestag von Venezuelas Unabhängigkeit, wieder zurück in der Heimat sein werde.

AFP/DPA / DPA