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Ethnische Unruhen in Birma: Zahl der Toten steigt auf rund 60

Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Buddhisten und Muslimen sind im Westen Birmas knapp 60 Menschen getötet worden. 75.000 Menschen befinden sich auf der Flucht.

Die Zahl der Toten bei ethnischen Unruhen im Westen Birmas ist auf knapp 60 gestiegen. In den vergangenen Tagen seien bei den gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Buddhisten und Muslimen mindestens 56 Menschen getötet worden, sagte ein Sprecher der Regierung des betroffenen Bundesstaates Rakhine am Freitag. "25 Männer und 31 Frauen wurden in vier Gemeinden getötet." Insgesamt seien 2000 Häuser bei den Unruhen angezündet worden. Eine andere Quelle sprach sogar von 67 Toten.

Die Gewalt in dem westlichen Küstenstaat war nach einigen Wochen der Ruhe am Sonntag wieder ausgebrochen. Erste gewaltsame Auseinandersetzungen hatten sich die verfeindeten Gruppen im Juni geliefert. Seitdem sind amtlichen Schätzungen zufolge mindestens 150 Menschen getötet worden, die tatsächliche Zahl dürfte aber höher liegen. 75.000 Menschen sind auf der Flucht.

Die Bevölkerung in Birma ist zu 89 Prozent buddhistisch, es gibt rund vier Prozent Muslime. Die Muslime in Rakhine gehören zur Volksgruppe der Rohingya, die nicht die birmanische Staatsangehörigkeit besitzen und in ihren Rechten erheblich eingeschränkt sind. Die Uno sieht die Rohingya als eine der am stärksten verfolgten Minderheiten der Welt.

kgi/AFP / AFP
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