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Krise in Myanmar: Ashin Wirathu - der buddhistische Mönch, der nur Hass kennt

Immer wieder bricht in Myanmar der Konflikt mit den muslimischen Rohingya aus. Dass die Minderheit in dem buddhistischen Land wie Aussätzige behandelt wird, liegt an Hetzern wie Ashin Wirathu: Der Mönch wirkt freundlich, aber propagiert reinen Hass.

Ashin Wirathu

Ashin Wirathu: das freundliche Gesicht des Hasses in Myanmar

Eine absurdere Figur kann sich im Westen wohl kaum einer vorstellen. Ein buddhistischer Mönch, der "Burma Hitler" genannt wird. Oder auch "Birmanischer Bin Laden". Der vor Hass triefende Reden gegen Muslime hält. Der einer rechtsextremen Bewegung vorsitzt. Und der überzeugt davon ist, dass die "globalen Medien" von der arabischen Welt kontrolliert werden. Kurzum: Wäre Ashin Wirathu, Mönch seit 35 Jahren, einer Drehbuchidee entsprungen, hätte jeder Regisseur abgewunken. Zu unglaubwürdig. Doch den 49-Jährigen gibt es tatsächlich. In seiner Heimat Myanmar ist er mitverantwortlich für die regelmäßigen Gewaltausbrüche und Massenvertreibungen der Rohingya.

Alle paar Jahre bricht der Hass wieder aus

Rund eine Million Menschen gehören in Myanmar, dem früheren Birma, dieser muslimischen Minderheit an. Wie jetzt auch wieder, eruptiert alle paar Jahre aufs Neue der Hass der überwiegend buddhistischen Einwohner des Landes gegen die unerwünschten Mitbürger. Ein Großteil der Myanmarer nennt sie abschätzig Bengalen, weil sie nach ihrer Ansicht illegale Einwanderer aus dem Nachbarland Bangladesch sind. Und Ashin Wirathu ist derjenige, der die Wut gegen die Rohingya am Leben hält.


"Die Muslime wollen, dass Myanmar muslimisch wird", sagte der Mönch einmal vor ein paar Jahren. Gegen diese "Verschwörung" müssten sich die Buddhisten zur Wehr setzten, ansonsten, so prophezeit der 49-Jährige düster, werde Myanmar bis ins Jahr 2100 muslimisch werden. Man müsse doch nur nach Indonesien schauen, wo der Islam innerhalb von wenigen Jahrhunderten zur größten Religion geworden ist. Davon ist Myanmar allerdings noch sehr weit entfernt. Von 51 Millionen Einwohnern sind gerade einmal zwei Millionen muslimischen Glaubens. Doch für Ashin Wirathu ist die Sache einfach. "Man kann voll von Liebe und Freundlichkeit sein, aber man sollte nicht neben einem tollwütigen Hund schlafen."

Rohingya werden wie Aussätzige behandelt

Es sind Äußerungen wie diese, die die Gewalt in der Unruheprovinz immer wieder aufflammen lassen. Die Rohingya, obwohl seit Jahrhunderten in Myanmar ansässig, aber Anfang der 80er Jahre offiziell staatenlos, werden in dem Land wie Aussätzige behandelt. Und es ist nicht so, dass sie ihr Schicksal tatenlos hinnehmen würden. Die jüngste Gewalteskalation begann, nachdem Rohingya-Milizen am 25. August Polizei- und Militärposten angegriffen hatten. Für Extremisten wie Ashin Wirathu und seine quasi-Neo-Nazi Bewegung "969" sind das dankbare Anlässe, laut gegen die Minderheit zu hetzen. Der Mönch selbst sagte einmal, dass er Gewalt verabscheue und Terrorismus ablehne. Dennoch wird "969" für zahllose Übergriffe auf Muslime verantwortlich gemacht, Ashin Wirathu saß neun Jahre im Gefängnis, weil er gewalttätige Ausschreitungen angezettelt hatte.

Auf Fotos erfüllt Ashin Wirathu das Klischee des friedliebenden, in sich ruhenden buddhistischen Mönchs. Jugendlich wirkt er meist und freundlich. 2013 war sein Antlitz auf dem Cover des US-Magazins "Time" zu sehen. Nicht ganz so entspannt guckte er dabei, aber das dürfte das kleinere Problem gewesen sein. Die Titelgeschichte hieß: "Das Gesicht des buddhistischen Terrors". Der Artikel schlug hohe Wellen in Myanmar. Der Buddhismus und Ashin Wirathu würden falsch dargestellt, hieß es. Auch der damalige Präsident des Landes, Thein Sein schaltete sich in die Diskussion ein. Ashin Wirathu sei ein "Sohn Buddhas" und eine "ehrwürdige Person", sagte er über den Mönch.

Ashin Wirathu - nur eine Marionette?

Die Verteidigung des umstrittenen Geistlichen war Wasser auf die Mühlen vieler Kritiker, die zwar keine Sympathien für Ashin Wirathu haben, aber glauben, dass er ohnehin nur eine von Ruhmsucht getriebene Marionette sei. Denn wahrer Verantwortlicher hinter ihm und seiner "969"-Bewegung sei eine Gruppe von rund zwei Dutzend einflussreicher Myanmarer, die während der Zeit der Militärdiktatur reich geworden ist. Wie sehr die von ihm verbreitete Hassidiologie bereits in den Köpfen verankert ist, bewies jüngst auch Aung San Suu Kyi, Friedensnobelpreisträgerin und de-facto-Regierungschefin Myanmars. Nach den Angriffen auf der Rohingya-Milizen auf Sicherheitskräfte, sprach sie von "bengalischen Terroristen". Viel abfälliger kann man sich in Myanmar kaum über die Muslime äußern.

Ashin Wirathu und seine "969"-Bewegung (die Zahl symbolisiert die Tugenden Buddhas) agitieren vor allem über Social Media. Youtube ist ein beliebter Kanal für die Botschaften und Forderungen des Mönchs. Eine von ihm lautet: Eheverbot für Buddhisten mit Nicht-Buddhisten. Offiziell soll das dem Frieden zwischen den Religionen dienen, sagen die Verfechter. Außerdem soll das Gesetz verhindern, dass buddhistische Frauen muslimischer Männer gezwungen werden, zum Islam zu konvertieren. Die Gesetzesinitiative wurde zurückgewiesen.

Sie möge ihren "Arsch doch den Kalars" anbieten

Doch Ashin Wirathu lässt sich von solchen Rückschlägen nicht unterkriegen. Fast täglich berichtet er auf Facebook von echten oder erfundenen Verbrechen, die Muslime angeblich an Buddhisten begehen. Vergewaltigung junger Mädchen. Enthauptungen von Babys. Bestialische Morde von Jungen und Alten. Wenn Ashin Wirathu über Muslime spricht, dann nennt er sie "Kalar". Was ungefähr so höflich ist, wie in den USA einen Schwarzen "Nigger" zu nennen. Als vor zwei Jahren die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte die Lage der Rohingya in Myanmar anprangerte, nannte sie Wirathu öffentlich "Schlampe" und "Hure". Gefolgt von dem Hinweis, sie möge ihren "Arsch doch den Kalars" anbieten.   

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(