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EU-Einsatz in Mali: Ashton weist Kritik zurück

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton verteidigt die zurückhaltende Rolle der Europäischen Union im Mali-Konflikt. Der Fokus auf ein militärisches Vorhaben sei falsch.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hat den Vorwurf zurückgewiesen, die Europäische Union engagiere sich zu zurückhaltend in Mali. Die EU unterstütze die französische Militäraktion und erfülle "auch ihren Teil der Aufgabe" sagte Ashton der "Süddeutschen Zeitung". Das Ausbildungsprogramm für die malische Armee sei keineswegs die ganze europäische Antwort. Die Fokussierung auf ein militärisches Vorgehen sei falsch. "Es ist ein umfassender Ansatz: Wenn man mit Militärleuten spricht, werden diese immer bestätigen: Militäraktionen können nur ein Beitrag unter vielen sein, die wir leisten müssen", sagte Ashton.

Sie verwies darauf, dass die EU im vergangenen Jahr eine Strategie für die Sahelzone entwickelt habe, die dem Kampf gegen Armut und dem demokratischen Prozess diene. Die EU sei "kein Tanker, der immer den gleichen Kurs nimmt". Sie könne vielseitig helfen und sei "extrem gut darin", sich langfristig für Lösungen einzusetzen. In Brüssel beraten heute Vertreter von rund 45 Staaten und internationalen Organisationen über die Lage in dem westafrikanischen Staat.

ds/AFP / AFP
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