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EU-Kommission: Barroso fordert mehr Macht für Brüssel

In der "Süddeutschen Zeitung" hat EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso mehr Macht für Europa eingefordert. In den nächsten Wochen sollen Vorschläge für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit der Euro-Länder folgen.

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso fordert mehr Macht für Europa. Die Union sei "nur überzeugend, wenn wir starke Institutionen haben", sagte Barroso der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagsausgabe). Er kündigte an, in den kommenden Wochen Vorschläge für eine engere wirtschaftspolitische Koordination aller 27 Länder vorzulegen. "Es geht mir dabei nicht um mehr Macht für die Kommission nur wegen der Macht an sich, sondern weil ich überzeugt bin, dass Europa nur mit den Institutionen funktioniert, nicht gegen sie", erklärte er. "Ansonsten setzen wir nicht nur den Euro aufs Spiel, sondern die gesamte Union."

Barroso warnte zudem vor Alleingängen der 17 Euro-Länder. Die Nicht-Euro-Länder seien über den gemeinsamen Markt an die Euro-Länder gebunden. "Wir müssen verhindern, dass sich zwischen beiden Gruppen ein Graben auftut, weil sonst der Euro eine wichtige Grundlage verliert. Genau das ist das Ziel einer europäischen Wirtschaftspolitik, deren natürlicher Vertreter die Kommission ist."

hw/Reuters/AFP/DPA / DPA / Reuters
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