EU-Kommission Neue Kritik an Michaele Schreyer

Neue Kritik an Michaele Schreyer wegen fehlerhafter Buchführung

Hamburg - EU-Haushaltskommissarin Michaele Schreyer kommt erneut wegen der Mängel in ihrer Rechnungsführung unter Druck. Wie der stern in seiner am Mittwoch erscheinenden Ausgabe berichtet, bescheinigte ihr die Innenrevision der Kommission jetzt gravierende Schwächen. Es gebe in der Buchführung nach wie vor einen Mangel an "Zuverlässigkeit" und eine "hohe Fehlerrate" notierten die Prüfer in einem internen Prüfbericht vom 15.April 2003, der dem stern vorliegt.

In einem Schreiben an Schreyers Behörde bekundete der Innenrevisor Jules Muis "Zweifel", ob die Beamten der Haushaltskommissarin eine Reform der Rechnungsführung wirklich wollten.

Auch in dem Skandal um das EU-Statistikamt Eurostat wächst die Kritik an der Grünen-Politikerin und den anderen mit Eurostat befassten Kommissaren. "Es müssen Kommissare gehen", sagte der österreichische Europaabgeordnete Herbert Bösch (SPÖ) dem stern. Die grüne Europaabgeordnete Heide Rühle sagte, sie sei "sauer", dass keiner der Kommissare die Warnzeichen registriert habe.

Nach Informationen des stern hatten Schreyer unterstehende Prüfer bereits vor drei Jahren, im April 2000, "zahlreiche Unregelmäßigkeiten und Betrugsfälle" bei der personell mit Eurostat-Chef Yves Franchet verbundenen Gesellschaft "Eurocost" aufgelistet. Das geht aus einem internen Schreiben des Chefs der EU-Betrugsbekämpfungsbehörde Olaf, Franz-Hermann Brüner, hervor.

Nachrichtenredaktion

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