HOME

Friedensgespräche: Gute Nachrichten aus Kenia

Die Unruhen und das Blutvergießen in Kenia könnten bald ein Ende haben. Es gab zwischendurch widersprüchliche Meldungen zum Stand der Dinge. Der ehemalige Uno-Generalsekretär Kofi Annan hofft auf eine Beilegung der Krise Anfang nächster Woche.

Zu den Ergebnissen der Friedensgespräche zwischen Regierung und Opposition gab es am Freitag aus Nairobi widersprüchliche Nachrichten. Zunächst hieß es, ein Durchbruch sei gelungen, dann wurde gemeldet, die Gespräche unter Leitung des früheren Uno-Generalsekretärs Kofi Annan seien noch zu keinem positiven Abschluss gekommen.

Noch keine endgültige Lösung

"Ich denke nicht, dass es ein wirklicher Durchbruch werden wird, sondern eher eine Einigung auf Grundlagen", sagte ein ranghoher Regierungsvertreter der Agentur am Freitag. "Es sind gute Nachrichten, aber noch keine endgültige Lösung", ergänzte William Ruto, ein Oppositionsführer.

Der im Konflikt vermittelnde frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte, die Verhandlungspartner seien zuversichtlich, eine Einigung erzielen zu können. Er hoffe darauf, dass es Anfang der kommenden Woche eine politische Einigung geben werde, sagte Annan.

Annan führt derzeit Gespräche mit Kenias Präsidenten Mwai Kibaki und Oppositionsführer Raila Odinga, um die andauernde Gewalt in Folge der umstrittenen Präsidentenwahlen am 27. Dezember zu beenden. Bei den Auseinandersetzungen waren bisher über 1000 Menschen ums Leben gekommen, 350.000 befinden sich auf der Flucht.

Reuters/DPA / DPA / Reuters