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News des Tages: Autobahn-Betreiber sagt halbe Milliarde Euro für Aufbau von Brücke in Genua zu

Türkei will Einsätze im Irak und in Syrien ausweiten +++ Ex-UN-Chef Kofi Annan gestorben +++ Genua: Familie tot geborgen +++ Tesla-Aktie stürzt nach Musk-Geständnissen ab +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Bergungsarbeiten an eingestürzter Brücke in Genua - Feuerwehr birgt tote Familie mit neunjährigem Mädchen

Tage nach dem Einsturz der Morandi-Brücke in Genua werden die Bergungsarbeiten fortgesetzt. Die Feuerwehr barg zuletzt eine dreiköpfige Familie aus den Trümmern.

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Betreiber sagt 500 Millionen Euro für Aufbau von Brücke in Genua zu (18.04 Uhr)
  • Arzt soll Medikamente nur gegen Sex ausgestellt haben (13.29 Uhr)
  • Ex-UN-Chef und Friedensnobelpreisträger Kofi Annan gestorben (11.49 Uhr)
  • Drohnen gefährden zunehmend den Flugverkehr (8.34 Uhr)
  • Zunehmende Zahl radikaler Islamisten (7.49 Uhr)
  • Elon Musk gesteht Erschöpfung: Tesla-Aktie stürzt ab (0.46 Uhr)
  • Condor-Maschine nach Bombendrohung wohlbehalten in Düsseldorf gelandet (0.05 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 20.59 Uhr:  Fremdenfeindliche Attacke in Rostock: Frau mit Baby geschubst +++

Bei einem fremdenfeindlichen Übergriff ist in Rostock eine Syrerin samt Baby in einen Teich geschubst worden. Die Angegriffene und ihr sechs Monate alter Enkelsohn blieben unverletzt, lediglich die Kleidung wurde durchnässt und ein Handy beschädigt, wie die Polizei mitteilte. Zuvor waren die 48-Jährige und ihre beiden erwachsenen Töchter demnach im Stadtteil Toitenwinkel aus einer fünfköpfigen Gruppe heraus ausländerfeindlich beschimpft und beleidigt worden. Auch verfassungsfeindliche Parolen sollen gerufen worden sein. Von einem ca. 30-jährigen, alkoholisierten Mann wurde sie dann gestoßen, wobei sie in den dort etwa 40 Zentimeter tiefen Teich trat.

+++ 18.49 Uhr: Mehrere Luxusuhren bei Raubüberfall in Paris gestohlen +++

In Paris ist bei einem Raubüberfall erneut Schmuck erbeutet worden: Zwei Männer mit Schusswaffen stürmten am Samstag eine Filiale des Schweizer Uhrenherstellers Audemars Piguet im schicken achten Arrondissement, wie die Polizei mitteilte. Die Täter seien mit mehreren Luxus-Uhren in einem Auto geflohen. Der Wert ihrer Beute wurde nicht bekannt. In der französischen Hauptstadt passieren immer wieder spektakuläre Raubüberfälle. Im Januar hatten vermummte Täter das Luxushotel Ritz überfallen und mit Äxten Vitrinen eingeschlagen, in denen verschiedene Juweliere Schmuck ausgestellt hatten. Die millionenteuren Schmuckstücke und Luxusuhren wurden wenig später wiedergefunden.

+++ 18.04 Uhr: Betreiber sagt 500 Millionen Euro für Aufbau von Brücke in Genua zu +++

Nach dem folgenschweren Einsturz der Morandi-Brücke in Genua hat der Betreiber Autostrade per l'Italia 500 Millionen Euro für den Wiederaufbau der Autobahnbrücke sowie für Hilfszahlungen an die Stadt Genua zugesagt. Ab Montag stehe eine halbe Milliarde Euro bereit, sagte Unternehmenschef Giovanni Castelluccio bei einer Pressekonferenz. Bei dem Brückeneinsturz waren Dutzende Menschen ums Leben gekommen, hunderte Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.

+++ 17.58 Uhr: 50 Meter gegen die Uhr beim Berliner Mopsrennen +++

Möpse im Kampf gegen die Uhr: Am jährlichen Mopsrennen in Berlin haben rund 80 Tiere teilgenommen. Die kleinen Hunde legten eine 50-Meter-Strecke zurück. Damit die sommerlichen Temperaturen ihnen nicht zu sehr zusetzen, hatten die Veranstalter Wasserbassins aufgestellt. Einige Möpse zeigten sich aber wasserscheu und mussten vom fürsorglichen Herrchen oder Frauchen in das kühle Nass geschubst werden. Als Favoritin galt Emma. Der viereinhalbjährige Altdeutsche Mops gewann in den beiden Vorjahren. Emmas Halterin Angela Kaiser sagte, sie wolle mit der Teilnahme zeigen, dass Möpse entgegen aller Vorurteile agile Tiere seien.

+++ 17.03 Uhr: Verbraucherschützer werfen Tank und Rast Abzocke vor +++

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hat dem Raststättenkonzern Tank und Rast Abzocke vorgeworfen. Das Unternehmen habe mit 460 Tankstellen und 410 Raststätten inzwischen quasi eine Monopolstellung, hieß es im Berliner "Tagesspiegel". Die Zwangslage der Reisenden auf der Autobahn wird schamlos ausgenutzt", warf vzbv-Vekehrsexpertin Marion Jungbluth dem Unternehmen vor. Kritisiert wurden überhöhte Preise an den Tankstellen und in den Raststätten. Auch der Automobilclub ACE äußerte gegenüber dem "Tagesspiegel" den Verdacht, dass Tank und Rast "seine Marktmacht zu Lasten der Allgemeinheit missbraucht". Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück. Ein Sprecher verwies gegenüber dem "Tagesspiegel" auf sein Franchisemodell als Betreiber. Demnach habe Tank und Rast grundsätzlich keinen Einfluss auf die Preise in Restaurants und an den Tankstellen.

Mitbringsel vom Schwimmen: Mann hat riesigen Blutegel in der Nase

+++ 15.33 Uhr: Mafia-Boss tauchte in Deutschland unter - Festnahme in Kalabrien +++

Die italienische Polizei hat einen Mafia-Boss gefasst, der zeitweise in Deutschland untergetaucht war. Das Mitglied der kalabrischen Mafia-Organisation 'Ndrangheta sei drei Jahre lang auf der Flucht gewesen, davon die meiste Zeit in Deutschland, teilten die Beamten mit. Der 28-jährige Luigi Abbruzzese sei in einem Wohnhaus in Kalabrien, in der Spitze des italienischen Stiefels, aufgegriffen worden. Bei der Festnahme hätten die Beamten zwei Schusswaffen, Munition und gefälschte Papiere gefunden, sagte die Polizei. Die Behörden hätten ihn dingfest machen können, nachdem sie festgestellt hätten, dass er aus Deutschland in seine Heimat zurückgekehrt sei. Dem Mafia-Boss war in seiner Abwesenheit der Prozess gemacht worden. Er wurde wegen Drogendelikten zu mehr als 20 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 15.13 Uhr: Radler tot auf Straße entdeckt - Fahndung nach Transporter-Fahrer +++

Bei einem Unfall mit einem Kleintransporter ist in Brandenburg ein Radfahrer getötet worden - jetzt fahndet die Polizei nach dem Fahrer des Wagens. Aufgrund der Spuren sei davon auszugehen, dass das Fahrzeug mit dem Radfahrer kollidierte und dieser nach einem Sturz starb, teilte die Polizei mit. Kriminalbeamte stellten an der Unfallstelle Fahrzeugteile sicher. Die Polizei fahndet nach dem Fahrer eines silberfarbenen Kleintransporters und sucht nach möglichen Zeugen. Der Unfall auf einer Kreisstraße bei Kreblitz könne sich am Freitag zwischen 22.15 Uhr und 23.10 Uhr ereignet haben. Der 55 Jahre alte Radfahrer wurde kurz danach von einem Zeugen leblos auf der Straße entdeckt. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des 55-Jährigen feststellen.

+++ 15.08 Uhr: Arm mit Motorsäge abgetrennt: Verletzte kann nach OP Finger spüren +++

Eine 56-jährige Österreicherin, die sich vor sechs Tagen beim Ästeschneiden den linken Arm mit der Motorsäge abgetrennt hatte, kann das wieder angenähte Körperteil bereits etwas bewegen und die Finger spüren. Die Ärzte sprachen gegenüber dem ORF von einem idealen Heilungsverlauf. Die Mediziner arbeiten nun an der Streckung und an der Bewegung der Finger. Die Frau erinnerte sich in dem ORF-Beitrag an dem Moment des Unglücks. "Und dann schau ich auf den Boden. Da liegt mein Arm. Mein Gott, war das grausig. Wie in einem Krimi." Der Frau war nach dem Unglück der Arm in einer siebenstündigen Operation in einer Salzburger Klinik wieder angenäht worden. Geistesgegenwärtig hatten die Ersthelfer den verletzten Arm abgebunden und gekühlt.

+++ 14.19 Uhr: Thomas Markle: Royals ähneln Scientologen und Cyborgs +++

Der Vater von Herzogin Meghan, Thomas Markle, hat die britische Königsfamilie mit Scientologen verglichen. Beiden gemeinsam sei die Heimlichtuerei, sagte der 74-Jährige der britischen Boulevardzeitung "The Sun". Die Royals erinnerten ihn auch an Akteure in dem Film "Die Frauen von Stepford" - darin machen Männer ihre Frauen mit Mikrochips in Hirnen steuerbar wie Roboter. Thomas Markle hat eigenen Angaben zufolge den Kontakt zu seiner 37-jährigen Tochter seit deren Hochzeit mit Prinz Harry vor drei Monaten verloren. Der Rentner wollte mit gestellten Paparazzi-Fotos Geld machen, sagte seine Teilnahme an der Trauung auf Schloss Windsor wegen Herzproblemen ab und plauderte Privates über Schwiegersohn Harry aus. Der ehemalige TV-Beleuchtungsexperte lebt vor allem in Mexiko.

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+++ 14.18 Uhr: Erdogan will Einsätze im Irak und in Syrien ausweiten +++

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan will die grenzüberschreitenden Einsätze des türkischen Militärs im Irak und in Syrien ausweiten. Er werde "die Quelle der Bedrohung" für sein Land trockenlegen, sagte Erdogan beim Parteitag seiner islamisch-konservativen AKP. Die Ankündigung dürfte die Krise mit den USA noch verschärfen. Im Norden Syriens stehen sich US-amerikanische und türkische Truppen direkt gegenüber. Washington unterstützt dort kurdische Verbände, die große Erfolge gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erzielt haben. Sie kontrollieren ein Gebiet von Hunderten Kilometern entlang der Grenze.

+++ 14.14 Uhr: Inderin will überschwemmtes Haus nicht ohne ihre 25 Hunde verlassen +++

Eine Frau in Südindien hat es nicht übers Herz gebracht, ihr überschwemmtes Haus ohne ihre 25 Hunde zu verlassen. "Sie hat Freiwillige und Rettungskräfte weggeschickt, weil sie gesagt haben, dass sie ihre Hunde nicht rausbringen können", sagte eine Sprecherin der Tierschutzorganisation Humane Society International der Nachrichtenagentur AFP. Die Frau namens Sunitha aus der besonders schwer betroffenen Region Thrissur im Bundesstaat Kerala wandte sich daraufhin an die Tierschützer. Als Mitarbeiter des Vereins an dem Haus ankamen, kauerten die Tiere ihren Angaben zufolge verängstigt auf dem Bett, während das Wasser immer weiter anstieg. Bei den Hunden handelte es sich um von ihren früheren Besitzern ausgesetzte Tiere und ehemalige Streuner. Inzwischen sind Sanitha, ihr Mann und ihre Hunde in einer speziellen Unterkunft untergebracht, da die gewöhnlichen Notunterkünfte keine Tiere aufnehmen. Bei den verheerenden Fluten kamen in Kerala bereits 324 Menschen ums Leben. Die regionale Regierung spricht von der "schlimmsten Flut seit hundert Jahren".

+++ 13.55 Uhr: Rechte Kundgebung in Berlin-Spandau abgesagt +++

Angesichts einer großen Zahl von Gegendemonstranten ist ein geplanter Aufmarsch von Rechtsextremen in Berlin-Spandau laut Polizei abgesagt worden. Allerdings versuchten einige Neonazis offensichtlich, zu einer ebenfalls angemeldeten rechtsextremen Kundgebung im Stadtteil Friedrichshain auszuweichen. Anlass der Aufmärsche ist der Todestag des einstigen Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß. Rund 2000 Menschen beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter an einer vom Berliner Bündnis gegen Rechts organisierten Gegenkundgebung im westlichen Bezirk Spandau. Zahlreiche Organisationen hatten dort zur Teilnahme an einem Demokratiefest aufgerufen. Heß war bis zu seinem Tod 1987 im Kriegsverbrechergefängnis der Alliierten in Berlin-Spandau inhaftiert.

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+++ 13.29 Uhr: Arzt soll Medikamente nur gegen Sex ausgestellt haben +++

Ein Arzt soll mehreren Patientinnen Rezepte nur gegen Sex ausgestellt haben. "Die Staatsanwaltschaft ermittelt in mehreren Fällen gegen den Mediziner", sagte Thomas Steinkraus-Koch, Sprecher bei der Staatsanwaltschaft Landshut. In wie vielen Fällen der 59 Jahre alte Arzt aus dem Landkreis Rottal-Inn Sex für die Medikamentenrezepte verlangt habe, sei noch unklar, ebenso, wie lange die Ermittlungen noch laufen. Der Mann sitzt laut Staatsanwaltschaft seit Mai in Untersuchungshaft. Ins Rollen kam der Fall laut der "Bild"-Zeitung, weil eine betroffene Patientin per Messenger mit dem Arzt kommunizierte, ihr Bruder den Chat entdeckte und zur Polizei ging.

+++ 12.03 Uhr: Acht Länder melden fast drei Milliarden Dürre-Schäden +++

Angesichts der wochenlangen Trockenheit haben acht Bundesländer nach einem Zeitungsbericht Dürre-Schäden in Höhe von fast drei Milliarden Euro an die Bundesregierung gemeldet. Allein in Norddeutschland beliefen sich die gemeldeten Schäden auf womöglich 1,933 Milliarden Euro, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Eine Sprecherin des Bundeslandwirtschaftsministeriums wollte sich auf Anfrage nicht zu den genannten Schadenszahlen äußern. Über mögliche Bundeshilfen für Bauern soll am kommenden Mittwoch entschieden werden. Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) will dann den Erntebericht ins Kabinett bringen und bewerten, ob die Schäden aufgrund der langanhaltenden Trockenheit in diesem Sommer "nationales Ausmaß" erreichen.  Der Bauernverband hatte bereits mehrfach Nothilfen von einer Milliarde Euro gefordert.

+++ 11.49 Uhr: Ehemaliger UN-Generalsekretär Kofi Annan stirbt nach kurzer Krankheit +++

Der frühere Generalsekretär der Vereinten Nationen und Friedensnobelpreisträger Kofi Annan ist tot. Das hat seine in Genf ansässige Stiftung bestätigt. Wie es in der Mitteilung heißt, starb der Ghanaer im Alter von 80 Jahren friedlich nach kurzer Krankheit. Als erster Politiker aus dem südlichen Teil Afrikas führte Annan die Vereinten Nationen von 1997 bis 2007. 2001 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Annan galt als einer der bekanntesten und beliebtesten Generalsekretäre der Uno. Insgesamt arbeitete er mehr als 40 Jahre im Dienst der Vereinten Nationen, unter anderem als Leiter der UN-Friedensmissionen. 2012 wurde er UN-Sonderbeauftrager für Syrien. Doch schon fünf Monate später gab er das Mandat zurück.

+++ 11.25 Uhr: Schwebebahnen im Europark Rust stoßen aneinander +++

Schreckmoment im Europapark Rust: Zwei Schwebebahnen des sogenannten "EP Express" sind am Vormittag aufeinander gefahren, wie ein Europapark-Sprecher bestätigte. Nach ersten Erkenntnissen wurden niemand verletzt. Entsprechende beruhigende Berichte verbreiteten Bahninsassen über die sozialen Medien. Über die Ursache der Zusammenstoßes der Bahnen, die die Besucher über das Gelände des Vergnügungsparks transportieren, ist noch nichts bekannt. Die Polizei wurde verständigt und nimmt den Fall auf. 

+++ 9.50 Uhr: Tote und Verletzte bei Busunglück in Polen +++

Bei einem Busunglück in Polen sind nach Angaben der Feuerwehr drei Menschen ums Leben gekommen. 18 Insassen des ukrainischen Reisebusses, der in Leszczawa Dolna im Südosten des Landes verunglückte, wurden verletzt, acht von ihnen lebensgefährlich, wie die Nachrichtenagentur PAP meldet. Der Bus kam nach Polizeiangaben in einer Kurve von der Straße ab, durchbrach die Leitplanken und stürzte einen steilen Abhang hinab. Dabei habe sich der Bus, der auf dem Weg von Lviv im Westen der Ukraine nach Wien war, mehrmals überschlagen. Medienberichten zufolge kommt es in dem Abschnitt der Fernverkehrsstraße zwischen den Städten Sanok und Przemysl immer wieder zu Unfällen.

+++ 9.31 Uhr: Familie tot geborgen - Jetzt 41 Totdesopfer durch Brückeneinsturz in Genua  +++

Die Zahl der Toten nach dem Brückeneinsturz in Genua ist laut einem Medienbericht auf 41 gestiegen. Die Feuerwehr habe drei weitere Leichen aus den Trümmern geborgen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Dabei handle es sich um ein 9-jähriges Mädchen und seine Eltern, diese seien am Dienstag mit dem Auto auf der Morandi-Brücke unterwegs gewesen. Die Leichen wurden aber noch nicht offiziell identifiziert. Die Feuerwehr hatte auf Twitter zunächst nur die Bergung eines weiteren Autos bestätigt.

+++ 9.21 Uhr: Armee in Mexiko beschlagnahmt 50 Tonnen Crystal Meth +++

In Mexiko hat die Armee eine Rekordmenge von 50 Tonnen der synthetischen Droge Crystal Meth beschlagnahmt. Marinesoldaten stellten die Drogen in fester und flüssiger Form bei der Durchsuchung illegaler Rauschgiftlabore und zweier geheimer Verkaufsräume in der Stadt Alcoyonqui im Bundesstaat Sinaloa sicher, wie die Armee bekanntgab. Medienberichten zufolge befanden sich die Labore in einem vom mächtigen Sinaloa-Drogenkartell kontrollierten Gebiet. Den einstigen Chef des Kartells, Joaquín "El Chapo" Guzmán, hatten die mexikanischen Behörden vergangenes Jahr an die USA ausgeliefert. Dort ist er unter anderem wegen Waffenvergehen und Drogenhandels angeklagt. Ihm droht lebenslange Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis.

+++ 8.45 Uhr: Bundesländer melden Dürreschäden in Milliardenhöhe +++

Acht Bundesländer haben der Bundesregierung Schäden durch die anhaltende Dürre in Höhe von fast drei Milliarden Euro gemeldet. Die größte Summe fällt mit 980 Millionen Euro in Niedersachsen an, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtete. Der Betrag setze sich aus Schätzungen der Landwirtschaftskammern in Niedersachsen und aus feststehenden Schäden bei bereits abgeernteten Feldfrüchten zusammen. So werde der Verlust allein bei Weizen in dem norddeutschen Flächenland mit 136 Millionen Euro beziffert, meldete das Blatt unter Berufung auf gut informierte Kreise. Bei Weiden, die Futtergrundlage für Nutztiere wie etwa Milchkühe, soll der Schaden demnach auf 190 Millionen Euro geschätzt worden sein. Mecklenburg-Vorpommern hatte der Bundesregierung in den vergangenen Tagen 531 Millionen Euro gemeldet, Schleswig-Holstein 422 Millionen, wie das Blatt weiter berichtete. Zudem hätten Sachsen 308 Millionen, Brandenburg 260 Millionen, Rheinland-Pfalz 180 Millionen, Thüringen 150 Millionen und das Saarland 5,3 Millionen Euro an Schäden aufgrund der Trockenheit in diesem Sommer gemeldet.

+++ 8.34 Uhr: Immer mehr Drohnen über deutschen Flughäfen - Gefahr für Flugverkehr +++

Über deutschen Flughäfen sind immer mehr Drohnen unterwegs. In diesem Jahr wurden erstmals mehr als 100 dieser kleinen Flugobjekte an Airports gesichtet, wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) der Nachrichtenagentur DPA berichtete. Das waren bis einschließlich 12. August schon mehr Beobachtungen als im gesamten Vorjahr mit insgesamt 88 Fällen. In den beiden Jahren davor waren es 64 (2016) und 14 (2015) Sichtungen. Seit Oktober 2017 gelten verschärfte Regeln für den Drohnenflug, über Flughäfen sowie im An- und Abflugbereich ist er laut Verordnung verboten. "Unser Kernthema ist die Sicherheit im Luftraum, hier tragen wir die Verantwortung. Die steigende Anzahl von Drohnensichtungen beobachten wir daher sehr aufmerksam und mit Sorge", sagte DFS-Chef Prof. Klaus-Dieter Scheurle. 

+++ 7.49 Uhr: Sicherheitsbehörden registrieren zunehmende Zahl radikaler Islamisten +++

Polizei und Verfassungsschutz identifizieren immer mehr Radikal-Islamisten, von denen eine Terrorgefahr ausgeht. Nach einer aktuellen Erhebung der Sicherheitsbehörden konnten rund 2220 Personen mit Deutschlandbezug ausgemacht werden, die dem islamistisch-terroristischen Spektrum angehören. Ende Mai rechneten die Behörden noch rund 1900 Männer und Frauen dem "islamistisch-terroristischen Personenpotenzial" (ItP) zu. Ein Jahr zuvor waren etwa 1700 Menschen in diese Kategorie eingeordnet worden. "Diese Zahl verdeutlicht das aktuelle Bedrohungspotenzial", sagte der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Die Sicherheitsbehörden legen ihr besonderes Augenmerk auf die Beobachtung dieses Personenkreises." Der Anstieg der Zahl geht auch darauf zurück, dass die Verfassungsschützer durch eine bessere Aufklärung mehr Informationen über die Szene gewonnen haben.

+++ 7.19 Uhr: Lkw Maut - Ministerium glaubt nicht an Verlagerung auf Landstraße +++

Nach der Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen erwartet das Bundesverkehrsministerium keine "nennenswerte" Verlagerung des Lastwagenverkehrs auf Landstraßen. Damit werde nicht gerechnet, da die Kostenersparnis bei der Maut die zusätzliche Fahrzeit nicht aufwiege, teilte das Ministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit. "Da die Maut auf allen Bundesstraßen inklusive der Ortsdurchfahrten erhoben wird, ist zu erwarten, dass Ausweichverkehre noch weiter auf die Autobahnen zurückverlagert werden." Allerdings sei es für belastbare Aussagen zu eventuellen Ausweichverkehren - also dem Ausweichen auf Straßen, die nicht mautpflichtig sind - noch zu früh.

+++ 6.04 Uhr: Jesidische IS-Sklavin beklagt mangelnde Zusammenarbeit mit deutscher Polizei +++

Eine aus Deutschland geflohene Jesidin, die in Schwäbisch Gmünd ihrem IS-Peiniger begegnet sein soll, hat eine mangelnde Zusammenarbeit mit den Ermittlern beklagt. Die deutschen Behörden hätten sie zuletzt nicht kontaktiert, obwohl sie im Nordirak erreichbar sei, sagte Ashwaq Hadschi Hamid Talo der Deutschen Presse-Agentur. "Warum rufen die mich nicht an?" Das Landeskriminalamt in Baden-Württemberg hatte am Mittwoch im Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt, die Ermittlungen könnten im Moment nicht fortgeführt werden, "da die Zeugin für Rückfragen aktuell nicht erreichbar ist." Auch die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe sagte, dass eine Befragung Anfang Juni daran gescheitert sei, dass die 19-Jährige zu dem Zeitpunkt schon außer Landes gewesen sei.

+++ 5.32 Uhr: Mexikos Polizei befreit hundert Frauen aus der Hand von Menschenhändlern +++

Die mexikanische Polizei hat rund hundert Frauen aus mehreren lateinamerikanischen und osteuropäischen Ländern aus den Händen von Menschenhändlern befreit. Die Frauen wurden bei einer Durchsuchung in einem Bordell in Mexiko-Stadt entdeckt, wie das Sicherheitsministerium mitteilte. 18 Männer seien festgenommen worden. Die Frauen stammten aus Mexiko, Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Paraguay und Venezuela sowie aus Ungarn, der Ukraine und Russland. Der mexikanischen Polizei gelangen in den vergangenen Monaten mehrere Schläge gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel. Die Frauen wurden mit Job-Versprechen angelockt und dann zur Sexarbeit gezwungen.

+++ 5.12 Uhr: Bauernverband will Preise für Schweinefleisch verdoppeln +++

Die Preise für Schweinefleisch müssen nach Ansicht des Deutschen Bauernverbandes drastisch erhöht werden. Sonst drohe einigen der von neuen Tierschutzauflagen gebeutelten Schweinemästern der Bankrott, warnte Verbandsvizepräsident Werner Schwarz in der "Rheinischen Post". "Schweinefleisch müsste für die Verbraucher fast doppelt so teuer werden, damit wir die Tierschutzvorgaben wie die Kastration von Ferkeln unter Narkose oder deutlich mehr Platz für die Sauen erfüllen können - ohne bankrott zu gehen." Damit würde nicht mehr Geld verdient, sondern nur der Standard gehalten.

+++ 5.11 Uhr: Grüne: Merkel muss bei Putin Freilassung von ukrainischem Filemacher fordern +++

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgerufen, von Russlands Präsident Wladimir Putin die Freilassung des ukrainischen Filmemachers Oleg Senzow einzufordern. Der Fall zeige, "wie schlimm es um den Schutz der Menschenrechte unter Putin bestellt ist", sagte Göring-Eckardt der Nachrichtenagentur AFP. "Die Bundesregierung darf bei aller Notwendigkeit des Dialogs mit Putin unsere eigenen Werte nicht unter den Tisch fallen lassen." Merkel empfängt Putin auf Schloss Meseberg in Brandenburg. Im Mittelpunkt des Gesprächs sollen aktuelle außenpolitische Fragen wie die Konflikte in Syrien und der Ost-Ukraine stehen. 

+++ 4.24 Uhr: Zahl der Flutopfer in Südindien steigt schnell an +++

Die Zahl der bei Überschwemmungen in Südindien ums Leben gekommenen Menschen ist stark angestiegen: Der Regierungschef des Bundeststaats Kerala, Pinarayi Vijayan, schrieb auf Twitter, 324 Menschen seien in den Fluten ums Leben gekommen. Mehr als 223.000 Menschen hätten ihre Häuser verlassen müssen, sie seien in den mehr als 1500 Rettungscamps untergekommen. Es handele sich um die schlimmste Flut in den vergangenen 100 Jahren. Laut Vorhersage sollen die Regenfälle in den kommenden Tagen abnehmen, wie die Zeitung "The Times of India" berichtete. Die Menschen in dem auch bei Touristen beliebten Kerala kämpfen seit dem 8. August mit außerordentlich heftigen Monsunregenfällen. 

+++ 2.55 Uhr: Rentenreserven wachsen schneller als prognostiziert +++

Die Reserven der gesetzlichen Rentenkasse wachsen dank guter Konjunktur voraussichtlich stärker als zuletzt prognostiziert. Nach neuen Schätzungen der Deutschen Rentenversicherung steigt die Renten-Rücklage bis Ende Dezember auf rund 37,3 Milliarden Euro, wie der "Spiegel" berichtet. Noch Ende Juni hatte die Deutsche Rentenversicherung mit einem Anstieg der Reserve auf 34,8 Milliarden Euro gerechnet - das wären rund 1,4 Milliarden Euro mehr als Ende 2017 gewesen. Ende Juli 2018 lag die Rücklage dem Bericht zufolge bei 34,1 Milliarden Euro. Die positive Entwicklung erklärt die Rentenversicherung dem Bericht zufolge mit dem "stabilen Arbeitsmarkt". 

+++ 2.19 Uhr: US-Regierung hält weiter Hunderte Migranten-Kinder fest +++

Entgegen einer Frist hält die US-Regierung weiter 565 Kinder aus Migrantenfamilien fest. Unter den Kindern in staatlicher Obhut sind nach Gerichtsunterlagen 24 Kinder im Alter von fünf Jahren oder jünger. Ein Bundesrichter hatte am 26. Juni angeordnet, dass alle Kinder unter fünf Jahren bis zum 10. Juli mit ihren Eltern zusammengeführt werden müssten. Für Kinder in einem Alter von über fünf Jahren lief die Frist am 26. Juli aus. Nach Angaben des Flüchtlingsbüros leben derzeit 366 Eltern der 565 festgehaltenen Einwandererkinder außerhalb der USA, was Familienzusammenführungen erschwerten. Die Eltern von 154 Kindern hätten zudem angegeben, dass sie keine Zusammenführung wünschten. In 180 Fällen gebe es zu große Bedenken, die Kinder wieder mit ihren Eltern zusammenzubringen, weil etwa vorbestrafte Eltern als Bedrohung eingestuft würden. Die US-Behörden hatten in den vergangenen Monaten Migranten systematisch von ihren Kindern getrennt und die Kinder in separaten Lagern untergebracht, was international eine Welle der Empörung ausgelöst hatte. 

+++ 1.07 Uhr: Nahles gegen Leistungskürzungen für junge Hartz-IV-Bezieher +++

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles will Sanktionen gegen jüngere Hartz-IV-Empfänger abschaffen. In diesem Alter seien Leistungskürzungen kontraproduktiv, sagte Nahles den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Die melden sich nie wieder im Jobcenter, um einen Ausbildungsplatz zu suchen", erklärte die SPD-Chefin. "Ergebnis sind ungelernte junge Erwachsene, die wir nicht mehr erreichen."

+++ 0.46 Uhr: Tesla-Aktien geben nach Äußerungen von Elon Musk über seine Erschöpfung nach +++

Freimütige Äußerungen von Tesla-Chef Elon Musk über seine Erschöpfung haben die Aktie des US-Elektroautobauers ins Minus gedrückt. Die Tesla-Papiere verlor bis zum Börsenschluss 8,9 Prozent an Wert (Schlusskurs 305,50 Dollar), nachdem Musk in einem Interview mit der "New York Times" zuvor über die Anstrengung bei seinen Bemühungen Auskunft gegeben hatte, die Produktion bei Tesla auf Kurs zu bringen. In dem Interview berichtete Musk über den persönlichen Tribut, den er in diesem Jahr gezahlt habe. "Es gab Zeiten, da habe ich die Fabrik drei oder vier Tage nicht verlassen - Tage an denen ich nicht vor der Tür war", sagte er. "Das vergangene Jahr war das schwierigste und schmerzhafteste meiner Karriere." Dies sei "kaum auszuhalten" gewesen. Um schlafen zu können, habe er sich Medikamente verschreiben lassen müssen. Zudem habe er jede einzelne Stunde seines 47. Geburtstages bei der Arbeit verbracht.

+++ 0.05 Uhr: Condor-Maschine nach Bombendrohung in Düsseldorf gelandet +++

Nach einem außerplanmäßigen Zwischenstopp wegen einer Bombendrohung sind 273 Fluggäste mit einem Tag Verspätung in Düsseldorf angekommen. Die Condor-Maschine, die ursprünglich aus dem ägyptischen Hurghada kam, landete gegen 21.30 Uhr am Freitag in Nordrhein-Westfalen, wie ein Sprecher der Airline sagte. Die Polizei habe in Düsseldorf zwei der Fluggäste befragt. Einzelheiten nannte der Sprecher nicht. Das Flugzeug war auf der griechischen Insel Kreta außerplanmäßig gelandet, nachdem während des Fluges in der Toilette eine Schmiererei mit einer Bombendrohung entdeckt worden war. Daraufhin landeten die Piloten die Maschine kurzfristig in der Stadt Chania auf Kreta.

dho / DPA / AFP