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Weltwirtschaftsforum Afrika: Kofi Annan kritisiert Plünderung der Rohstoffe Afrikas

Unmoralische Unternehmenspraktiken, korrupte Beamte und der Export unverarbeiteter Rohstoffe: Kofi Annan fordert neue Strategien, um die Kluft zwischen Arm und Reich in Afrika zu verkleinern.

Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan hat die Ausbeutung der afrikanischen Rohstoffe kritisiert. Es sei "gewissenlos", das manche Unternehmen, sich auf unmoralische Weise bereicherten und dabei oft von korrupten Beamten unterstützt werden. Dadurch wird es unmöglich, dass die Erlöse dem dringend benötigten Ausbau des Gesundheits- und Bildungswesens in Afrika zu Gute kommen, sagte Annan am Freitag auf dem 23. Weltwirtschaftsforum Afrika in Kapstadt. Die Rohstoffeinnahmen in Afrika hätten bisher kaum dazu beigetragen, "die Kluft zwischen Reich und Arm auf dem Kontinent zu verringern".

Afrikas Staaten brauchten Strategien gegenüber ausländischen Investoren, um ihnen Bedingungen im Interesse der Bevölkerung stellen zu können, so der ghanaische Ex-Diplomat. Das betreffe vor allem Steuer- und Finanzierungsabkommen. Wichtig sei es im volkswirtschaftlichen Interesse afrikanischer Staaten, dass nicht nur unverarbeitete Rohstoffe exportiert würden.

Die Konferenz geht am Freitag zu Ende. An der dreitägigen Veranstaltung hatten 15 afrikanische Staats- und Regierungschefs sowie zahlreiche Politiker, Spitzenmanager und Ökonomen aus aller Welt teilgenommen.

juho/DPA / DPA
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