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GEISELNAHME: Geiselnahme nach Rebellion im Gefängnis

Nach einem fehlgeschlagenen Befreiungsversuch haben sich zwei Häftlinge mit zwei Aufsehern als Geiseln im Gefängnis von Fresnes östlich von Paris verschanzt. Die Verhandlungen mit der Polizei dauerten am Montagmorgen an.

Nach einem fehlgeschlagenen Befreiungsversuch haben sich zwei Häftlinge mit zwei Aufsehern als Geiseln im Gefängnis von Fresnes östlich von Paris verschanzt. Die Verhandlungen mit der Polizei dauerten am Montagmorgen an, nach einem Bericht des Rundfunksenders France-Info wurden die Freundinnen der beiden Geiselnehmer mit einem Polizeiwagen in die Justizvollzugsanstalt gebracht.

Ein bei dem Fluchtversuch am Sonntagnachmittag schwer verletzter Beamter wurde in der Nacht operiert und befand sich in einem kritischen Zustand, wie die Behörden weiter mitteilten. Aus Polizeikreisen hieß es, die Geiselnehmer hätten keine klaren Forderungen gestellt. Sie wollten offenbar Zeit gewinnen.

Komplizen der Häftlinge hatten am Sonntag einen Hubschrauber in ihre Kontrolle gebracht und den Piloten gezwungen, mehrere Minuten über dem Gefängnishof zu schweben. Sie ließen eine Strickleiter in den Hof hinab, dort kam es zu einem Schusswechsel. Die Komplizen ließen eine Tasche mit Waffen zur Erde fallen und flüchteten mit dem Hubschrauber. Die beiden Häftlinge, die wegen bewaffneten Überfalls und Mordes Gefängnisstrafen von 15 beziehungsweise 30 Jahren verbüßen, brachten mit einer Pistole und einer Kalaschnikow die Beamten in ihre Gewalt. Zudem verfügen sie über eine schusssichere Weste.

In der Nacht versuchten sie, die anderen Gefangenen in Fresnes im Departement Val-de-Marne zu einem Aufstand anzustacheln. Der Polizei gelang es, dies zu verhindern. Rund 60 Beamte einer Eliteeinheit standen zum Einsatz bereit.