Giftgasunglück Defektes Gasbohrloch in China geschlossen


Die Gefahr weiterer Verseuchungen in der Erdgasanlage bei Chongqing im Südwesten Chinas ist vorerst gebannt. Technikern gelang, das Bohrloch wieder zu verschließen.

Die Gefahr weiterer Verseuchungen in der Erdgasanlage bei Chongqing im Südwesten Chinas ist vorerst gebannt. Technikern gelang es heute, das aufgebrochene Bohrloch mit hunderten Kubikmetern Schlamm und Geröll wieder zu verschließen. Kurz nach 10.00 Uhr Ortszeit (3.00 Uhr MEZ) seien aus dem Leck keine schädlichen Substanzen mehr entwichen, vermeldete die Nachrichtenagentur Xinhua. Die Zahl der Todesopfer stieg nach amtlichen Angaben unterdessen um sieben auf mindestens 198.

Nach dem Aufbrechen des Bohrlochs infolge einer Verpuffung am vergangenen Dienstag war Erdgas in Verbindung mit giftigem Schwefelwasserstoff in die Luft geschossen. Dies hatte die Gegend in einem Umkreis von 25 Quadratkilometern verseucht. Mehr als 9.000 Menschen wurden wegen Gasvergiftungen und andere Verletzungen infolge des Unfalls ärztlich behandelt. Am Samstagmorgen befanden sich noch etwa 430 im Krankenhaus, 17 von ihnen in kritischem Zustand, wie Xinhua berichtete.

Der schwerste Industrieunfall in jüngerer Zeit

Gut 41.000 Bewohner der Region, die in chinesischen Medienberichten als „Todeszone“ bezeichnet wurde, wurden evakuiert Aus Nachbargemeinden trafen unterdessen immer mehr Hilfslieferungen für die Opfer ein, vor allem Lebensmittel und Kleidungsstücke sowie Decken. Es handelte sich um den schwersten Industrieunfall in China in jüngerer Zeit.


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