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Gleichstellungsgesetz Neuseeland führt die Homo-Ehe ein


Mit 77 zu 44 Stimmen hat das Parlament in Neuseeland für die Homo-Ehe gestimmt - als 13. Land weltweit. Auch in Frankreich ist die Heirat gleichgeschlechtlicher Paare so gut wie beschlossen.

Neuseeland führt als erstes Land in der Asien-Pazifik-Region die Homo-Ehe ein. Bei einer Abstimmung im Parlament stimmten am Mittwoch 77 Abgeordnete dafür, 44 dagegen. Die ersten Homo-Ehen können im August geschlossen werden. Damit ist die Heirat von Schwulen und Lesben in gut einem Dutzend Länder weltweit erlaubt. Erst am 12. April hatte das #link;5 Minuten;französische Parlament dafür gestimmt#, dass Homosexuelle heiraten und Kinder adoptieren können. In Deutschland gibt es seit 2001 für gleichgeschlechtliche Paare die Möglichkeit einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, die rechtlich aber nicht komplett mit der Ehe gleichgestellt ist.

"Vorurteilen und Gewalt wird der Boden entzogen", meinte der schwule Grünen-Abgeordnete Kevin Hague nach einem Bericht des Nachrichtenportals stuff.co.nz. Der konservative Abgeordnete Jonathan Young stimmte dagegen: "Ich glaube, dass unsere Gesellschaft in dieser Angelegenheit gespaltener ist als dieses Parlament."

Der Gesetzesvorschlag war von der oppositionellen Labour-Partei eingebracht worden. Die Abgeordneten konnten ohne Parteivorgaben frei nach ihrem Gewissen entscheiden. Als das Ergebnis verkündet wurde, brach im Saal Applaus aus. In Bars und auf Partys verfolgten viele Neuseeländer die Debatte und Abstimmung am späten Abend im Fernsehen. Auch vor dem Parlament hatten sich trotz schlechten Wetters Hunderte Menschen versammelt. Neuseeland hat 4,5 Millionen Einwohner.

fle/DPA DPA

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