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Herausforderung an Präsident Poroschenko: Separatisten-Chef will Ukraine-Konflikt mit Duell beenden

Mit einem unorthodoxen Vorstoß sorgt der ukrainische Separatistenführer für Aufsehen: Er hat Präsident Poroschenko zu einem Duell herausgefordert. Die Regierung in Kiew reagiert mit Spott.

Wer bei dem Duell gewinnt, "darf der Gegenseite seine Bedingungen diktieren", so der Vorschlag von Separatistenführer Igor Plotnizki (r.)

Wer bei dem Duell gewinnt, "darf der Gegenseite seine Bedingungen diktieren", so der Vorschlag von Separatistenführer Igor Plotnizki (r.)

Separatistenführer Igor Plotnizki hat den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko zur Beilegung der Krise zu einem "altslawischen Duell" Mann gegen Mann gefordert. "Jeder darf zehn Sekundanten mitbringen. Wer gewinnt, darf der Gegenseite seine Bedingungen diktieren", schrieb der 50-Jährige in einem am Mittwoch veröffentlichten Brief. Sollte er siegen, müsse sich die Armee zurückziehen. "Wenn man mit dem Preis seines Lebens Tausende andere Leben retten kann, muss ein Ehrenmann diese Chance nutzen", erklärte der Chef der selbst ernannten "Lugansker Volksrepublik".

Die prowestliche Führung in Kiew wies das Ansinnen zurück. "Plotnizki ist nur eines "Duells" mit einem ukrainischen Gericht würdig", teilte Außenamtssprecher Jewgeni Perebijnis bei Twitter mit. Regierungstreue Verbände kämpfen seit April gegen prorussische Separatisten in der Ostukraine. Dem Konflikt fielen nach UN-Schätzungen bisher über 4100 Menschen zum Opfer.

amt/DPA / DPA