Hinrichtung in Utah Erschießungskommando statt Giftspritze


Ronnie Lee Gardner ist tot. Am frühen Freitagmorgen wurde der verurteilte Mörder von fünf Schützen hingerichtet. Der Todeskandidat hatte sich gegen die Standardmethode Giftspritze entschieden.

Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt ist in den USA ein Todeskandidat durch ein Erschießungskommando hingerichtet worden. Fünf Scharfschützen hätten am Freitag das Todesurteil gegen den verurteilten Mörder Ronnie Lee Gardner vollstreckt, teilte die Strafvollzugsbehörde des Bundesstaates Utah mit. Der 49-Jährige sei durch einen Schuss ins Herz gestorben. Zwei Anträge zur Aufschiebung der Hinrichtung des Verurteilten waren wenige Stunden zuvor abgelehnt worden.

In den USA wird regelmäßig die Todesstrafe vollstreckt, allein im vergangenen Jahr wurden 52 Menschen hingerichtet. In den allermeisten Fällen kommt dabei aber eine Giftspritze zum Einsatz. Gardner hatte sich hingegen ausdrücklich dafür entschieden, erschossen zu werden, und damit die Debatte über die Todesstrafe erneut angeheizt. Motive für diesen Wunsch nannte er vor Gericht nicht. Der 49-Jährige hatte 1985 bei einem Fluchtversuch im Gericht einen Rechtsanwalt erschossen und war dafür zum Tode verurteilt worden.

APN/AFP

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