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Abrechnung nach der US-Wahl Hat die Glamour-Sucht der schönen Huma Abedin Clinton die Wahl gekostet?

Huma Abedin liebt den großen Auftritt.
Huma Abedin liebt den großen Auftritt.
© Larry Busacca/GettyImages
Hillary Clinton hat die Wahl gegen "The Donald" verloren. Schuldige werden gesucht. Nun fallen Clinton-Helfer öffentlich über Hillarys Vertraute Huma Abedin her.

Hillary Clinton war die haushohe Favoritin in der US-Wahl. Sie war erfahren, bestens vernetzt, Promis unterstützten sie und Clinton konnte viel mehr Geld für ihre Kampagne mobilisieren, als Donald Trump – dennoch verlor sie. Seitdem wird nach Schuldigen gesucht. Ganz oben in der Liste der Sündenböcke steht die schöne Huma Abedin. Die glamouröse 40-Jährige hat die Wahlkampagne an wichtiger Position geführt, eine Kampagne, die trotz bester Voraussetzungen Schiffbruch erlitt.

Wut der Mitarbeiter

In "Vantity Fair" rechnen Mitarbeiter der Clinton-Kampagne nun gnadenlos mit ihr ab. "Vielleicht bin ich nur angepisst, aber mich interessiert es einen Scheiß, was mit Huma Abedin passiert", sagte einer der Berater dem "Vanity Fair"-Reporter William D. Cohan. Die Angestellten der Wahl-Kampagne werfen es Abedin vor, dass sie sich selbst als Politstar inszeniert habe, anstatt für Clinton im Hintergrund zu arbeiten. Selbst nach der Niederlage habe sie getan, als müssten die anderen sie bedauern, als sie sich neben Clinton drängte. "Du gehörst zur Crew. Crew ist Crew. Du bist nicht der Boss!"

Eine andere Wahlhelferin bemängelt Abedins Hang zum Showglamour "Sie liebt den Roten Teppich und für meinen Geschmack war sie viel zu versessen auf all die Fotos, die sie so zeigten." Und weiter: "Sie genoss es einfach viel zu sehr, selbst eine Berühmtheit zu sein."

Abschottung in der Krise

Andere werfen Abedin Beratungsresistenz vor. Als die Werte von Clinton in den Keller gingen, schottete sich der engere Kreis um Clinton vom Rest des Teams ab. Ein anonymer Insider sagte William D. Cohan:  "Der ganze Ärger richtet sich gegen Hillarys engsten Kreis. Diese Leute haben all die schlechten Eigenschaften von Clinton noch verstärkt."

Belastung durch den Ehemann

Dieser allgemeine Frust fokussiert sich auf die glamouröse Abedin. Nicht nur, weil sie eine symbiotische Beziehung zu Hillary Clinton hat. Spötter nannten sie eine Mini-Hillary. Noch ist die Ikone Clinton unantastbar, ihre Ziehtochter ist es nicht mehr. Es ist unstrittig, dass ihre Ehe mit Anthony Weiner den Wahlkampf schwer belastet hat. Weiner galt einst als große Hoffnung der Demokraten, bis seine bizarren Sexting-Eskapaden den Aufstieg des Jungstars zerstörten. Auch in der Zeit der größten Demütigung hielt Huma Abedin damals zu ihrem Mann. Sie gilt als äußerst loyale Person.

Im Wahljahr wurde gegen Weiner dann aber polizeilich ermittelt, weil er sich einer 15-Jährigen sexuell genähert haben soll – im Staat New York ist das ein schweres Verbrechen. (Der stern berichtete: Anthony-Weiner-Skandal - Verbotene Kontakte mit 15-Jähriger - Kommt der Politiker jetzt ins Gefängnis?) Abedin sagte sich daraufhin von ihm los, aber der eigentliche Schaden folgte noch: Auf dem beschlagnahmten Rechner von Weiner sollen sich Tausende von Mails der Demokraten befunden haben.

Über diese Verbindung kam es zu einer Wiederaufnahme von Ermittlungen des FBI gegen Clinton. Sie führten zwar zu keinem für Clinton negativen Ergebnis, brachten aber kurz vor dem Wahltag den ganzen Skandal wegen verschwundener Mails und dem Gebrauch privater Server wieder in alle Medien.

Der Kreis der Schönen und Mächtigen

Die über 20-jährige enge Beziehung zwischen Huma Abedin und Hillary Clinton dürfte nun zu Ende gehen. Vor kurzem wurde sie noch als Kandidatin für den Stabschef des Weißen Hauses gehandelt. Doch um die Zukunft von Abedin müsse man sich keine Sorgen machen, ätzt ein Insider in "Vanity Fair". Außer dem Dienst für Clinton hat Abedin zwar keine Berufserfahrungen und  ihr Mann Antony Weiner ist vermutlich finanziell ruiniert, aber: "Sie ist der Typ, der von sehr vielen, sehr reichen Menschen mit guten Verbindungen begehrt wird. Sie wird schon sehr gut für sich sorgen."


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