Proteste im Iran Im Iran begehren junge Frauen gegen die alten Machthaber auf. Hier erzählen sie, was sie antreibt

Mahsa
Mahsa, 27, lebt seit 2016 in Berlin. Sie verfolgt das Geschehen im Iran pausenlos und fürchtet um das Wohlergehen ihrer Familie
© Marzena Skubatz
Eine junge und vor allem weibliche Generation im Iran fordert die alten Machthaber heraus. Hier erzählen einige von ihrer Angst, ihrer Trauer – und ihrer Hoffnung.

Wenn Mahsa etwas gelernt hat in diesen vergangenen zwei Wochen, dann das: Angst lässt sich nicht besiegen. Nur beherrschen. Neulich war wieder so ein Tag. Mit ein paar iranischen Freunden war sie am Brandenburger Tor gewesen. Demo gegen das Regime in Teheran, Spruchbänder und Gleichgesinnte. Mahsa hatte sich mutig und euphorisch gefühlt, als sie zwischen Tausenden von Leuten ihre Wut auf die Mullahs herausschreien konnte, die ihre Namensvetterin – Mahsa Amini, eine 22-jährige Kurdin – wegen eines falsch sitzenden Kopftuchs hatten sterben lassen. "Jin, Jiyan, Azadi", hatte Mahsa gebrüllt. Frauen, Leben, Freiheit.

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