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Anstieg um 30 Prozent Israel kritisiert steigende deutsche Exporte in den Iran


Die deutschen Exporte in den Iran sind 2014 erstmals seit Jahren wieder gestiegen - und zwar gleich um 30 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Das hat jetzt die israelische Botschaft in Berlin kritisiert.

Die israelische Botschaft hat die boomenden deutschen Exporte in den Iran kritisiert. "Jetzt ist nicht der Moment, um die Handelsbeziehungen mit dem Iran auszuweiten", sagte eine Sprecherin der Botschaft Berlin. Dies sei nicht passend, weil die internationalen Sanktionen wegen des umstrittenen iranischen Atomprogramms immer noch in Kraft seien. Außerdem befänden sich die Gespräche mit der internationalen Gemeinschaft über das Atomprogramm in einer sensiblen Phase.

Am Dienstag wurde berichtet, dass die deutschen Exporte in den Iran 2014 erstmals seit Jahren wieder gestiegen waren - und zwar gleich um 30 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Die Firmen betonen, sich an die internationalen Sanktionsauflagen zu halten.

"Iran ein Land, in dem Menschenrechte mit Füßen getreten werden"

Die Sprecherin der israelischen Botschaft warf Iran vor, unabhängig von der Atomfrage "weiterhin einen globalen Terrorismus zu verbreiten, zu unterstützen und zu finanzieren". Dazu gehöre auch die militärischen Unterstützung des syrischen Regimes und der libanesischen Hisbollah. "Der Iran ist zudem ein Land, in dem Menschenrechte mit Füßen getreten werden und wo derzeit ein Internationaler Holocaust-Karikaturen-Wettbewerb stattfindet." Dieser biete Holocaust-Leugnern eine Gelegenheit, um ihre "bösartige und empörende 'Kunst' zu präsentieren".

Auch das Auswärtige Amt kritisierte, man habe den Karikaturen-Wettbewerb in Teheran mit "allergrößtem Unverständnis" zur Kenntnis genommen. "Wir erwarten gemeinsam mit Israel und vielen anderen internationalen Partnern eine angemessene, eine würdige Erinnerung an den Holocaust", sagte ein Sprecher. Man sei zutiefst betroffen von den Versuchen, den Mord an sechs Millionen Juden in Europa zum Gegenstand von Spott und Lächerlichkeit zu machen.

and/Reuters Reuters

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