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Israel: Mindestens zwölf Tote bei Anschlägen

In Israel sind mindestens zwölf Menschen bei Bombenexplosionen in Pendlerbussen getötet worden. Zu den verheerendsten Anschläge seit März, hat sich der bewaffnete Arm der radikalislamischen Hamas bekannt.

In Süd-Isreal sind am Dienstag nach Fernsehberichten mindestens zwölf Menschen bei Bombenexplosionen in zwei Pendlerbussen getötet worden. Der israelische Armeeerundfunk berichtete, zwei palästinensische Selbstmordattentäter hätten die Sprengsätze in der Stadt Beerscheba gezündet. Rettungskräfte hatten zuvor von mindestens 35 Verletzten gesprochen.

Ein Polizeisprecher sagte, in Beerscheba seien in zwei Bussen Bomben detoniert. Im israelischen Rundfunk hieß es, zwei Busse stünden in Flammen. Zudem war dort von einem palästinensischen Anschlag die Rede. Kurz darauf hieß es im Rundfunk, es habe eine dritte Explosion in Beerscheba nahe eines Einkaufszentrums gegeben.

Hamas-Gruppe bekennt sich zu Anschlägen

Zu den Anschlägen hat sich der bewaffnete Arm der radikalislamischen Hamas-Bewegung bekannt. In einem Flugblatt der Gruppe Issedin al Kassam hieß es, die Selbstmordanschläge seien eine Reaktion auf die Liquidierung der Führungsmitglieder Scheich Ahmed Jassin und Abdel Asis Rantisi im Frühjahr. Zudem handele es sich um ein "Geschenk für die hungerstreikenden Häftlinge in den zionistischen Gefängnissen", hieß es in der Schrift.

Palästinensische Selbstmordattentäter haben in der Vergangenheit wiederholt Bombenanschläge auf Busse oder Cafes in Israel verübt. Das bislang letzte Attentat wurde am 14. März verübt. Dabei waren in Aschdod zehn Menschen getötet worden. Israel hatte die vorübergehende Ruhe vor allem auf die umstrittene Sperranlage zurückgeführt, die das Land an seiner Grenze zu den Palästinensergebieten errichtet.

AP/Reuters / AP / DPA / Reuters
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