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Zwangsprostitution im 2. Weltkrieg Japan und Südkorea beenden Streit um Sex-Sklavinnen


Bis zu 200.000 Frauen wurden im Zweiten Weltkrieg gezwungen, japanischen Soldaten in Bordellen zu dienen. Die Versklavung der Frauen sorgt seit Langem für Spannungen zwischen Südkorea und Japan. Nun sollen die Opfer entschädigt werden.

Etwa 70 Jahre nach dem Ende der japanischen Besatzung Koreas haben die Regierungen in Seoul und Tokio ihren Streit über die Misshandlung koreanischer Frauen beigelegt. Die Zwangsprostituierten hätten körperlich und psychisch unheilbare Schäden erlitten, sagte der japanische Außenminister Fumio Kishida am Montag bei einem Besuch in Seoul. Demnach bat der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe erneut um Entschuldigung.

Nach Angaben beider Seiten ist der Streit endgültig beigelegt, sollten alle Bedingungen erfüllt werden. Kishidas Worten zufolge richtet Japan einen Fonds über umgerechnet 7,6 Millionen Euro ein, der den Opfern zugutekommen soll. Außerdem werde man mit Südkorea zusammenarbeiten, um den Frauen Ehre und Würde zurückzugeben. Die Einigung dürfte auch der US-Regierung entgegenkommen, die angesichts des Aufstieges Chinas auf eine Annäherung der beiden Verbündeten hofft.

Japan herrschte in Korea von 1910 bis 1945 als Kolonialmacht. Viele Koreanerinnen wurden während des Zweiten Weltkrieges gezwungen, in Bordellen der japanischen Armee als Prostituierte zu arbeiten. Sie wurden euphemistisch als "Trostfrauen" bezeichnet.  Die Zahl der vor allem aus Korea und China stammenden Opfer wird von Historikern auf bis zu 200.000 geschätzt.

amt DPA Reuters

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