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Jemen: Topterrorist al-Awlaki offenbar durch Luftangriff getötet

Anwar al-Awlaki, einer der meistgesuchten Terroristen der Welt, soll im Jemen getötet worden sein. Das Verteidigungsministerium in Sanaa veröffentlichte am Freitag eine entsprechnde Meldung.

Der radikalislamische Prediger Anwar al-Awlaki ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums im Jemen getötet worden. Er sei zusammen mit weiteren Kämpfern des Terrornetzwerks al-Kaida ums Leben gekommen, teilte das Ministerium am Freitag in einer Erklärung mit, ohne Angaben über die Todesumstände zu machen. Stammesvertreter sagten der Nachrichtenagentur AFP, der von den USA als einer der weltweit meistgesuchten Terroristen eingestufte Awlaki sei bei einem Luftangriff auf zwei Fahrzeuge in der östlichen Provinz Marib getötet worden.

Nach der Tötung von Osama bin Laden war der geborene US-Amerikaner auch als potenzieller Nachfolger an der Spitze des Al-Kaida-Netzwerks gehandelt worden. Die USA führen al-Awlaki auf einer schwarzen Liste, nach der er "tot oder lebendig" gefasst werden soll. Erst im vergangenen Mai sollen die USA versucht haben, ihn mit einer Kampfdrohne zu töten.

Awlaki galt bislang als einer der Anführer von al-Kaida auf der arabischen Halbinsel und soll mehrere Anschläge gegen die USA angezettelt haben. Unter anderem soll er mit dem palästinensischstämmigen US-Militärangehörigen Nidal Hasan in Verbindung gestanden haben, der im November 2009 in Fort Hood 13 Menschen erschoss.

Auch zu dem als "Unterhosenbomber" bekannten Nigerianer Umar Faruk Abdulmutallab soll er Kontakt gehabt haben. Dieser hatte an Weihnachten 2009 kurz vor der Landung einer Passagiermaschine am Flughafen von Detroit versucht, einen in seiner Unterhose versteckten Sprengsatz zu zünden. Der Prozess gegen Abdulmutallab soll am Dienstag in Detroit beginnen.

jwi/DPA/AFP / DPA